All Posts By Victoria Koffler

San Francisco Foodguide – 6 Lokale die ihr als Veganer besuchen müsst

Ich glaube jemand muss mich nach meinem San Francisco Trip in den Flieger rollen. Denn hier gibt es unglaublich viel leckeres, veganes Essen. Ganz wie es in Califormia sein soll, bekommt man hier alles was cool und hip ist, lange bevor es zu uns nach Europa schwappt. Quinoa-Waffeln? Ein veganer Burger, der wie eine Mischung aus dem Big Mac und dem McTasty schmeckt? Und Garlic Fries? Yes, please!

Waffeln frühstücken im Nourish Café

Die Gegend um die Hyde Street ist voll mit tollen Cafés, unter anderem das Nourish Café, in dem alles vegan ist. Dieses Mal habe ich eindeutig das falsche bestellt, denn die Waffeln mit Ahornsirup und Banane meiner Tischnachbarin haben meinem Frittata-Sandwich mit veganen Eiersatz, Babyspinat und Gemüse einfach mal ganz frech die Show gestohlen. Sichert euch einen Platz am Fenster und bringt ein bisschen mehr Zeit mit, denn die Bestellungen dauern ein wenig länger.

Das musst du bestellen: Quinoa Waffles für 9 Dollar

Wo musst du hin? In die 189 6th Avenue, San Francisco, CA 94118

Speisekarte: einmal hier klicken

Filterkaffee im The Coffee movement San Francisco

Wenn ihr auf dem Weg nach Chinatown seid, müsst ihr unbedingt einen Kaffeestop im The Coffee Movement einlegen. Die Baristas sind super und können euch bestimmt was empfehlen! Ich hatte das Gefühl mein Barista war fast ein wenig enttäuscht, als ich „nur“ einen Slow Brew Filter Coffee bestellt habe und er somit fast keinen Aufwand mit meiner Bestellung hatte. Das Café ist super skandinavisch und modern und ihr habt einen Blick auf die vorbeifahrende Cable Car. Und good News: es gibt sogar Mandelmilch!

Das musst du bestellen: Der slow drip filter Coffee für 4 Dollar

Wo musst du hin? In die 1030 Washington St, San Francisco

Speisekarte: online nicht verfügbar

 

 

 

 

Den besten veganen Burger im Vegan Picnic San Francisco

An alle Veganer, die früher Fleisch gegessen haben: erinnert ihr euch an den Geschmack vom Big Mac und dem McTasty von McDonalds? Stellt euch eine Mischung aus den zwei Burgern vor und das Ganze noch vegan: genau den Burger bekommt ihr bei Vegan Picnic in San Francisco. Klingt lecker? Es ist noch viel, viel besser als es klingt! Einziges Manko: der Coleslaw, den ich dazubekommen habe war lächerlich klein und leider nicht so lecker. Also lieber nur den Burger bestellen!

Das musst du bestellen: Vegan Picnic Burger für 14 Dollar

Hier musst du hin: 1977A Union St, San Francisco, CA 94123, USA

Speisekarte: einmal hier klicken

Garlic Fries bei Super Duper Burger

Es wäre kein Foodguide aus den USA, wenn nicht noch mindestens ein Burgerladen auf meiner Liste wäre. Wir reden hier von Super Duper Burger in der Marketstreet. Die einzig vegane Option ist der Veggie Burger ohne Käse, dafür aber gerne mit Avocado. Die Garlic Fries sind der Hammer, aber ihr solltet euch danach nichts mehr vornehmen. Und ganz wie es in den USA üblich ist, gibt es gratis Essiggurken und Refills. Das Wasser in San Francisco schmeckt allerdings sehr nach Chlor und auch aus der Refill-Station und in den Eiswürfeln schmeckt man das extrem raus. Also lieber was schon fertig abgefülltes bestellen, wenn ihr den Geschmack, so wie ich, nicht mögt.

Das musst du bestellen: die Garlic Fries mit Senf – klingt im ersten Moment eklig, schmeckt aber super lecker!

Wo musst du hin: 721 Market Street

Speisekarte: einmal hier klicken

Nicht ganz vegan aber so lecker – Mr Holmes Bakehouse

Leider gibt es hier kaum veganes, aber wenn man mal was findet: holly shit! Dazu super Instagram-tauglich und perfekt für ein Frühstück-to-go!

Das musst du bestellen: den Blackberry Jam Donut

Hier musst du hin: 1042 Larkin Street, San Francisco

Speisekarte: einmal hier klicken

Ritual Coffee Roasters San Francisco

Und zum Schluss noch ein super, nettes Café und gleichzeitig Rösterei in der Haight Street. Wie so oft in San Francisco musste ich auch hier länger auf meinen Kaffee warten, dafür war er aber frisch gemahlen und so gut. Insgesamt gibt es in San Francisco vier Filialen von der Rösterei. Das Team ist super nett und hat sich hundert mal für die Verzögerungen entschuldigt. Mit einem Stück Kuchen und den Coffeebooks die ausliegen, vergeht die Wartezeit auch wie im Nu.

Das musst du bestellen: Lasst euch von den Baristas beraten!

Hier musst du hin1300 Haight St, San Francisco

Speisekarte: online nicht verfügbar

 

 

Sharing is caring

Für diesen Beitrag habe ich vorab schon einige Tipps von Freunden bekommen. Wenn ihr noch ein paar Geheimtipps habt für die Stadt, dann schreibt sie unbedingt unten in die Kommentare, damit ich den Beitrag mit euren Tipps erweitern kann. Ich freue mich auf euer Input!

San Francisco mit dem Auto oder Fahrrad? Meine Tipps für deinen Städtetrip in San Francisco

San Francisco ist eine riesig große Stadt und zu Fuss wird man bei weitem nicht so viel sehen, wie mit dem Fahrrad oder Auto. Die Frage Fahrrad oder Auto lässt sich leicht mit diesen drei Fragen beantworten:

  1. Wie fit bist du?
  2. Was genau willst du sehen?
  3. Wie viel Zeit hast du?

San Francisco City Tour: Vom Golden Gate Park bis zur Golden Gate Bridge mit dem Fahrrad

Fisherman’s Warf, China Town, Golden Gate Bridge, Lombard Street und Land’s End – in San Francisco gibt es unglaublich viel zu entdecken und mit dem Fahrrad kann man jede Menge von der Stadt sehen. Seid euch dabei aber bewusst, das San Francisco SEHR hügelig ist und die Tour körperlich nicht zu unterschätzen ist!

Wo borge ich mir in San Francisco ein Fahrrad aus?

An meinem ersten Tag in San Francisco habe ich mir um 24 Dollar für 24 Stunden ein ganz normales Fahrrad ausgeborgt. Dabei kann ich euch Blazing Saddles wirklich ans Herz legen. Die Fahrräder waren in einem Topzustand und da wir zu dritt im Shop aufgeschlagen sind, konnten wir den Preis von 32 Dollar auf 24 Dollar pro Tag runterhandeln. Zudem hat man die Räder tatsächlich 24 Stunden und kann damit sogar am nächsten Tag noch morgens schnell Donuts mit dem Rad holen fahren, bevor es wieder zurückgebracht werden muss. Insgesamt kann man die Räder an acht Stationen in ganz San Francisco ausborgen, die genauen Locations habe ich euch hier verlinkt. Im Preis inkludiert ist übrigens auch ein Fahrradhelm und ein Fahrradschloss!

Tipp: Wenn man online reserviert, bekommt man schon mal 20% Rabatt!

Das war meine Route quer durch San Francisco

Damit ging es vom Union Square in Richtung Golden Gate Park, weiter zur Küste, entlang dem Land’s End Trail bis zur Golden Gate Bridge. Von dort habe ich das Fahrrad dann zum Battery Spencer hinaufgeschoben und hatte damit einen wahnsinnig tollen Blick über die Golden Gate Bridge. Nach kurzer Verschnaufpause wieder zurück über die Golden Gate Bridge und dem Strand entlang in Richtung Fisherman’s Warf und schlussendlich über (viel zu viele) Hügel und der Lombard Street zurück zum Union Square.

 

Insgesamt war ich 10 Stunden unterwegs. Der Tag hat superviel Spaß gemacht und die Route hat es zwar in sich, aber man sieht wirklich so viel von der Stadt. Während ich das Rad die steile Lombard Street hochschob, war ich schon ziemlich am Ende, verfluchte ich das Ding mehr als einmal und war ich kurz davor es in die nächste Ecke zu pfeffern, mir ein Taxi zu nehmen und mich samt Fahrrad zurück zum Union Square fahren zu lassen. Das Gefühl oben angekommen zu sein war aber gigantisch! Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich aber fix und fertig nach dieser Tour und konnte auf keinen Fall am nächsten Tag nochmal aufs Rad steigen. Deswegen mietete ich nach kurzer Internetrecherche schließlich ein Auto für den nächsten Tag bei Alarmo, gleich gegenüber von meinem Hotel.

Meine Tipps fürs Fahrradfahren in San Francisco

  • Nehmt unbedingt eine 1,5 Liter Wasserflasche mit. Zwar gibt es immer wieder Wasserspender, aber das Wasser schmeckt sehr nach Chlor und ich persönlich kann das einfach nicht trinken.
  • Sperrt euer Rad bei einer kurzen Kaffeepause unbedingt ab, sollte es nämlich geklaut werden musst du 60 Dollar dafür zahlen.
  • Sonnencreme und Helm nicht vergessen! Die Sonne strahlt euch den ganzen Tag auf den Kopf und ein Sonnenbrand am Scheitel tut ziemlich weh. Zudem geht die Sicherheit einfach vor!

San Francisco Umland: Zum Lighthouse, den Mamut Bäumen und Sausalito mit dem Auto

San Francisco kann viel mehr als nur die klassischen Sightseeing Spots wie den Painted Ladies, Fisherman’s Warf und der Golden Gate Bridge. Nur ein paar Kilometer außerhalb von der Stadt kann man den Lärm und die Wolkenkratzer schnell vergessen und ist mitten in einem Nationalpark.

Welche Autovermietung in San Francisco hat das beste Preis/Leistungsverhältnis?

Für das Mietauto bei Alarmo zahlten wir 59 Dollar und suchten uns zwar die günstigste Variante aus, bekamen dann aber ein gratis Upgrade. So saßen wir schnell in einem größeren Neuwagen, der kaum an Sprit verbrauchte und hatten damit die beste Ausgangslage für einen tollen Tag im Umlang von San Francisco.  Wie schon beim Fahrrad lohnt es sich auch hier online vorab ein bisschen zu recherchieren und sich den Online-Rabatt zu sichern. Als ich das Auto buchte, hatte Alarmo das beste Preis-Leistungsverhältnis im Gegensatz zu Sixt und anderen Autovermietungen. Vor der Rückgabe ging es nochmal zur Tankstelle und obwohl wir den ganzen Tag unterwegs waren, mussten wir nur knapp 10 Dollar tanken, um das Auto vollgetankt zurückbringen zu können.

Tipp: Bucht die günstigste Variante und mit ein bisschen Glück bekommt ihr ein gratis Upgrade, da die günstigsten Autos immer ausgebucht sind!

Das war meine Route im Umland von San Francisco

Und was habe ich an diesem Tag alles gesehen? Zuerst ging es nochmal in den Golden Gate Park, weil es dort einfach so unglaublich schön ist. Nach einem kurzen Frühstücksstop mit Donuts und Kaffee ging es über die Golden Gate Bridge zur Golden Gate National Recreation Area. Den ursprünglichen Plan, zum Kirby Cove zu fahren, musste ich leider verwerfen, da die Zugangsstraße nur mit dem Fahrrad befahrbar ist. Also ging es gleich über die Conzelman Road zum Point Bonita Lighthouse. Dort fühlt man sich meilenweit vom Trubel von San Francisco entfernt und ist mitten in einem Naturschutzgebiet. Die Klippen sind wunderschön dramatisch und ich hätte dort ewig sitzen können und aufs Meer hinausblicken können.

Weiter ging es mit einer 30-minütigen Autofahrt zu den Mammut Bäumen im Muir Woods National Monument. Dort hatten wir leider weniger viel Glück, denn man muss unbedingt hier online einen Parking Slot reservieren! Wer eine Wifi-Verbindung zustande bringt, kann das im Notfall noch von unterwegs machen, besser wäre es aber schon am Vorabend. Ohne Parking Ticket, kein Eintritt und damit haben wir diesen Weg umsonst gemacht. Also ging es schnell weiter nach Sausalito zum Mittagessen.

Das kleine Städtchen Sausalito ist vielleicht sehr touristisch, aber hat eine sehr schöne Promenade und Blick auf San Francisco am anderen Ende der Bucht. Dort spazieren zu gehen fühlt sich wie ein kleiner Miniurlaub an! Nach einer Pizzapause schlenderten wir noch zu einem Kaffee in der Sonne. Habt unbedingt die Uhr im Blick, wir kamen 10 Minuten zu spät wieder zum Auto zurück und hatten dann schon einen Strafzettel an der Windschutzscheibe hängen. Das war somit der teuerste Kaffee, den ich je getrunken habe.

Meine Tipps fürs Autofahren in San Francisco:

  • Beim Parken unbedingt die Vorderreifen einschlagen, damit das Auto nicht den Hügel runterrollt. Wer das nicht macht bekommt schneller einen Strafzettel als gedacht!
  • Rechnet für die Rückgabe ein bisschen mehr Zeit ein, die Straßen stadteinwärts können ziemlich voll sein und auf einen Stau müsst ihr in San Francisco immer gefasst sein.
  • Ladet euch vorab eine Offline Map auf euer Smartphone um die Route im Blick zu haben – so erspart ihr euch die extra Gebühr für ein Navi!

Warum heimkommen oft das schönste nach einer langen Reise ist

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Und dennoch bin ich manchmal traurig und habe in den letzten Wochen wahnsinniges Heimweh und Wienweh gehabt.Würde die Vergangenheits-Victoria von 2018 diese Zeilen lesen, würde sie mir wohl mit einem Kissen ins Gesicht schlagen und sagen ich soll mich glücklich schätzen und aufhören zu jammern.

Wisst ihr was ich bis in den letzten vier Monaten nicht verstanden habe? Wie wichtig ein gemütliches zu Hause ist. Ein Ort an dem man einfach mal nur in Unterwäsche in die Küche gehen kann. Wo man den ganzen Sonntag auf der Couch Netflix schauen kann. Mit seinem eigenen Bett und einem richtigen Kleiderschrank. Seit ich 15 Jahre alt bin zieht es mich in die Welt hinaus. In den Sommerferien war ich überall außer zu Hause, während des Studiums habe ich so viel wie möglich gearbeitet um mir das Reisen finanzieren zu können. Und in den letzten vier Monaten habe ich keinen einzigen Tag in meinem eigenen Bett verbracht. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich richtiges Heimweh nach meinen eigenen vier Wänden gehabt und glaubt mir, dieses Gefühl ist viel schlimmer als Fernweh!

Ein komplett neues Gefühl…

So kenne ich mich nämlich gar nicht. Noch nie bin ich mit einem dicken Kloss im Hals in einer fremden Küche gesessen und habe mir nichts mehr gewünscht als mir einen Tee mit dem alten Teekocher, der so herrlich zischt, zu machen und ihn aus meiner Lieblingstasse zu trinken. Noch nie zuvor habe ich mir gewünscht einen Kleiderschrank zu haben und nicht mehr nur aus dem Koffer leben zu müssen. Noch nie zuvor hab ich mir so sehr einen Sonntagnachmittag in meinem Wohnzimmer gewünscht mit meinem flauschigen Sofakissen und mir einen Burger von meinem liebsten Burgerladen bestellen zu können. Auch die nächsten Monate werde ich nicht viel Zeit in meinen eigenen vier Wänden verbringen aber umso mehr werde ich jede Sekunde in meiner eigenen Wohnung genießen.

 

Wienweh – wenn man die Grantler und Eigenarten der Stadt vermisst

So sehr ich meine Wohnung vermisse, genauso sehr, oder fast noch mehr, vermisse ich Wien. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie oft ich mir gewünscht habe durch den Augarten spazieren gehen zu können. Mein Lieblingseis bei Veganista zu holen und mich mit meinen Freundinnen zu einem Café zu verabreden. Meine liebsten Falafel essen und am Donaukanal entlang schlendern. Ich vermisse die Lebensqualität von Wien, die super Öffis und die Eigenarten der Stadt. Und ich kann es kaum erwarten an einem Samstag Vormittag mit meinem Jutebeutel zum Markt hinter meinem Haus zu spazieren, dort für die Woche einzukaufen und in meiner eigenen Küche mit all meinen Gewürzen zu kochen. An meinem eigenen Esstisch zu sitzen, alle Kerzen anzuzünden und das Fenster aufmachen um die erste Wiener Frühlingsluft zu schnuppern. All das Gute vermisst man wohl erst, wenn man es nicht mehr hat.

Meine Tipps gegen Heimweh

Irgendwo muss es einen Ort geben um sich zu Hause zu fühlen – das habe ich erst jetzt richtig begriffen. Wenn das gerade aber nicht möglich ist, muss ein Notfallplan und rettende Maßnahmen her. Eine kleine Warnung vorweg: an manchen Tagen war mein Heimweh allerdings so groß, dass all diese Dinge nicht mehr geholfen haben. Da hilft es dann nur die Tage zu zählen, bis es Richtung Heimat geht.

  • Ein Care-Paket von Daheim mit den liebsten Lebensmittel, die es an dem Ort wo man gerade ist nicht gibt. In meinem Fall waren das meine liebsten Gemüsebällchen von Hofer, mein Lieblingsbrot von dem einen bestimmten Bäcker bei mir in der Straße, Mannerschnitten und eine Flasche von meinem liebsten Wein.
  • Einen Ort finden, der dich ein bisschen an zu Hause erinnert. In München wäre das Haidhausen – dort gibt es nicht nur ein Wiener Café, sondern auch die Atmosphäre und die Häuser erinnern mich ein wenig an den zweiten Bezirk in Wien.
  • Mit Facetime und Whatsapp Kontakt zu den Liebsten halten. Ich gehöre zu den Menschen, die mit 25 Jahren noch immer fast täglich mit ihrer Mama telefonieren. Und in den letzten Monaten habe ich so viel wie schon lange nicht mehr mit meinen Freunden zu Hause telefoniert. Einfache Textnachrichten haben oft nicht ausgereicht, man muss oft einfach die Stimme der Liebsten zu Hause hören oder über Facetime einfach mal ein Coffeedate nachstellen. Roaming und Wlan sei Dank – ansonsten wäre meine Handyrechnung explodiert.
  • Ein kleines Stück zu Hause im Koffer dabei haben – immer und überall. Dieser Punkt erscheint euch vielleicht wahnsinnig kindisch, aber ich Reise immer noch mit Teddy. Ich habe Flori seit meiner Geburt und auch in dieser Zeit war er immer in meinem Bett oder Koffer dabei. Von München über Mumbai, nach Washington bis nach New York (wo er übrigens schon mal vor 22 Jahren fast verloren gegangen wäre!). Alt und abgeknuddelt, aber ein Gefühl von Heimat – vor allem an Tagen in denen das Heimweh ganz besonders schlimm war, hat mir das beim Einschlafen oft geholfen.

MÜNCHEN GUIDE: Maxvorstadt für Foodies

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In den letzten Monaten habe ich viel Zeit in München verbracht und damit mehr als genug Zeit gehabt um die Maxvorstadt für mich zu entdecken. Als ich Freunden, die sich in München besser auskennen, von meiner neuen Adresse erzählt waren sie ganz baff und bis ich hier wirklich einige Tage verbracht habe wusste ich wirklich nicht wie viel Glück ich mit der Lage hatte! Coole Lokale, eins nach dem anderen, Tür an Tür. Und für alle Münchner, die das jetzt lesen: bitte kommentiert doch auch eure Favoriten, damit ich noch mehr zum ausprobieren habe!

Brunchen im Café Zeitgeist

Egal ob zum Frühstück, zum schnellen Lunch oder Abends mit Freunden – das Zeitgeist geht einfach immer. Tatsächlich war das das erste Lokal, das ich in München besucht habe und war sofort begeistert. Von der Decke hängen jede Menge Pflanzen, die Kellner sind super aufmerksam und die Portionen wirklich groß und sehr lecker. Einziges Manko: hier ist IMMER viel los – also entweder reservieren oder einfach ein bisschen warten, bis was frei wird.

Was muss ich bestellen? Die Acai Bowl und dazu kann ich euch den Chai Latte sehr empfehlen!

Wo muss ich hin? In die Türkenstrasse 74

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Für das perfekte Date: Heinrich Matters

Absolute Empfehlung: das Heinrich Matters in der Luisenstraße, gleich bei der TU München! Probiert unbedingt die hausgemachten Limonaden und reserviert auch auf jeden Fall einen Tisch – so ganz unbeliebt und unbekannt ist das Heinrich Matters nämlich definitiv nicht. Nichtsdestotrotz waren alle Kellner extrem bemüht und aufmerksam. Kleiner Tipp am Rande: das Heinrich Matters ist auch eine sehr nette Date-Location!

Was muss ich probieren? Die Jerusalem Bowl mit der hausgemachtenIngwer-Zitronen Limo

Wo muss ich hin? In die Luisenstraße 47

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Ausblick über München: Vorhoelzer Forum

Lust auf einen Blick über die Stadt? Dann müsst ihr unbedingt ins Vorhoelzer Forum, ganz oben in der TU München! Dort ist zwar jede Menge los und es ist bei weitem kein Insidertipp. Dafür ist aber der Ausblick einfach fantastisch und der Chai Latte vielleicht der beste in ganz München! Einen Platz bekommt man hier wohl immer irgendwie, denn es gibt ein kommen und gehen und an einem sonnigen Tag kann man auf der Terrasse draußen sitzen.

Was muss ich probieren? Den Chai Latte mit Sojamilch – so lecke!

Wo muss ich hin? In die TU München, Arcisstr. 21,  5. Obergeschoss, Südterrasse

Menü: Online leider nicht einsehbar

Vietnamesisches Streetfood: Bami House

Vietnamesisch? Yes! Vietnamesisches Streetfood? Hell, yes! Das Bami House gibt es mehrmals in München und ich glaube ich könnte hier jeden Tag vorbeikommen. Und ich glaube in den letzten vier Monaten war ich am häufigsten hier, denn von vietnamesischen Essen bekomme ich einfach nicht genug. Inzwischen gibt es vier Standorte in München (Türkenstraße, Leopoldstraße, Schellingstraße und am Stachus). Man kann nicht reservieren, also First come first serve! Einzig der Sticky Rice mit Mango hat mich ein wenig enttäuscht – dafür muss man wohl einfach zu einem Thailänder essen gehen.

Was muss ich probieren? Die ganze Karte! Angefangen bei den Flying Noodles mit Obst in Curry Sauce

Wo muss ich hin? Entweder in die Türkenstraße, in die Leopoldstraße, in der Schellingstraße oder zum Stachus!

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Die beste Pizza der Stadt: Nineofive

Okay, vielleicht gibt es noch andere sehr gute Pizzen in München. Aber im Nineofive gibt es eine Holyguacamole-Pizza (Guacamole mit Rucola, Cherrytomaten, schwarzen Oliven und Süßkartoffelchips auf einem Pizzateig!) und mehr muss ich eigentlich gar nicht sagen. Okay, die super Kellner und die tollen Weinempfehlungen, die man hier bekommt müssen noch erwähnt werden! Und wie cool das Lokal eigentlich überhaupt sonst ist. Man bekommt in der Regel immer einen Platz, ab vier Leute kann man hier erst reservieren. Also im Notfall einfach ein paar Minuten warten. Glaubt mir – es lohnt sich!

Was muss ich probieren? Die Holyguacamole Pizza! Oder zur Alternative die Hellboy.

Wo muss ich hin? In die Herzogstraße 29

Menü: einmal bitte hier klicken

Zum ersten Mal in New York – 5 Tipps für New York Anfänger

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New York ist laut, schnell und richtig toll. Und gleichzeitig so verwirrend und anders alle anderen Städte, in denen ich bis jetzt schon war. Wer New York City, wie ich, bisher nur aus Filmen gekannt hat, kann sich schnell mal ein bisschen verloren fühlen oder von den Eigenarten der Stadt irritiert sein. Aus diesem Grund habe ich heute fünf Tipps für alle, die zum ersten Mal nach New York City fliegen!

Tipp 1: Schaut euch den U-Bahn Plan gut an

U-Bahn fahren in New York ist die beste Möglichkeit um schnell von A nach B zu kommen. Hand ausstrecken und somit ein gelbes Taxi rufen, ganz wie in Sex and the City? Klappt semi-optimal. Klar, irgendwann kommt ein Taxi, aber New York ist nun mal eine Metropole und ihr werdet bestimmt im Stau stehen und so wertvolle Zeit verlieren. Bevor ihr in die Subway einsteigt, nehmt euch einige Minuten Zeit um zu checken ob ihr auch wirklich in den richtigen Zug steigt. Das U-Bahn Netz in New York City hat nämlich 25 Linien und fast 500 Stationen!

Nächster Schritt: Ihr müsst immer wissen ob ihr Uptown oder Downtown fahren wollt. Achtet auf  die kleinen Symbole bei der Kennzeichnung der Linien in den Stationen. Dort werdet ihr feststellen, dass manche Linien innerhalb einer Raute aufgezeigt werden, andere wiederum in einem Kreis. Die Rauten sind die Express Trains, diese Züge halten nur an großen Stationen wie die Brooklyn Bridge, die Grand Central Station oder Lexington Avenue. Die Kreisförmigen Icons zeigen die Local Trains an, man kann sie als Bummelzüge sehen, die überall stehen bleiben. Doch zu aller erst rate ich euch dieses PDF auf euer Smartphone zu laden und damit den kompletten Netzplan immer dabei zu haben.

Wie viel kostet U-Bahn Fahren in New York?

Einzelticket (Single Ride): 3 Dollar
Einzelfahrt mit der MetroCard: 2,75 Dollar
7-Tage-MetroCard: 32 Dollar

Tipp 2: Steuern und Trinkgeld nicht vergessen

Wer schon mal in den Vereinigten Staaten war, kennt das Spiel schon. Ihr schaut in die Speisekarte oder auf das Preisschild, geht zur Kassa und bekommt dann einen höheren Preis präsentiert. Und in New York City ist die gar nicht ohne! Stolze 8.875% sind es hier – und damit geht’s in den USA gar nicht höher! Die Preise in Speisekarten, etc. sind damit immer Netto-Preise. Der zu zahlende Steuerbetrag ist am Ende der Rechnung schon ausgerechnet, beim Trinkgeld müsst ihr eventuell die Taschenrechner App öffnen. Die KellnerInnen verdienen in den USA wirklich wenig und deswegen erwartet man 15-20% Trinkgeld von euch. Als ich das erste Mal in den USA essen war, haben wir uns hier verrechnet und die Kellnerin hat und darauf hin die Türe zugehalten, damit wir das Lokal nicht verlassen können! Klar, so „extrem“ sind die Reaktionen auf zu wenig Trinkgeld nicht immer, aber trotzdem gehört es in den USA und auch in New York einfach dazu ein paar Dollar mehr am Tisch liegen zu lassen.

 

 

Tipp 3: Nehmt eine Kreditkarte mit

Oder am besten gleich zwei. Nur für den Fall, dass mit Kreditkarte 1 etwas passiert. Denn in New York kann man fast überall und immer mit der Karte zahlen. Kleine Beträge werden nur durchgezogen, für größere braucht man immer eine Unterschrift, oder nun fast immer einen Pin-Code. Diesen Code habt ihr vor Ewigkeiten per Post gemeinsam mit eurer Kreditkarte bekommen und liegt irgendwo bei euch zu Hause. Kramt den auf jeden Fall vor der Reise raus und speichert ihn euch in euer Smartphone.

Sicheres Speichern am Smartphone:

Ich habe in meinem Adressbuch am Smartphone verschiedene Personen gespeichert, die ich gar nicht kenne und denen ich Fantasie-Telefonnummern zugeteilt habe. In diesen Telefonnummern sind meine Passwörter für diverse Kredit- und Debitkarten abgespeichert.

Alternativ gibt es auch unzählige Passwort-Apps, die man genau für sowas verwenden kann.

Tipp 4: Geht frühmorgens zu Fuss über die Brooklyn Bridge

Zu Hause bekommt man mich frühmorgens kaum aus dem Bett, auf Reisen bin ich das komplette Gegenteil. Vor allem in New York! Dann ist die Brooklyn Bridge nämlich (fast) menschenleer, ihr habt einen fantastischen Ausblick auf die Skyline von Manhatten und könnt bei tollen Licht jede Menge Fotos von der Brücke machen. Untertags brettern die Fahrradfahrer nur so über Brücke und es kann schon mal eng werden. Deswegen: der frühe Vogel fängt den Wurm! Aber bitte auch nicht zu früh, denn die meisten Geschäfte sperren sowieso erst ab 9/10 Uhr auf!

Mein Tipp: mit einem Bagel to-go in der Hand und es fühlt sich gleich viel mehr „local“ an!

 

 

Tipp 5: Gratis WLAN in New York City

In den Subway Stationen habt ihr fast immer gratis WLAN. Genauso wie in fast jedem Starbucks, Restaurant oder Shop. Manchmal verbindet sich mein Smartphone gleich automatisch, für andere Netzwerke muss man sich mit einer Email-Adresse einloggen. Genau für diesen Fall habe ich mir einen zweiten Email-Account zugelegt, damit mein Haupt-Account nicht mit Werbung zugespamt wird. Geht ganz schnell und kann super vor Abflug noch erledigt werden!

Extra-Tipp: Viel Zeit für die Rückreise einrechnen

Rechnet auf jeden Fall mehr Zeit für die Rückfahrt zum Flughafen ein, denn der Verkehr raus aus New York City ist der absolute Wahnsinn. Vor allem wenn ihr von JFK losfliegt, kann sich das ganze nur um Stunden handeln (ich habe tatsächlich ganze zwei Stunden gebraucht!). Selbst wenn Google Maps euch eine kürzere Route vorschlägt, passieren Staus und Unfälle bei dieser Masse an Autos schneller als man schauen kann.

Mein Tipp: Um besonders schnell nach JFK zu kommen, kann ich euch die Subway oder den Zug empfehlen!

 

 

 

Und jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als euch ganz viel Spaß in New York City zu wünschen und einen guten Flug dahin! Ich bin mir sicher, ihr werdet von New York genauso begeistert sein wie ich!

Incredible India – 24 Stunden in Mumbai

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Meet Kasi – so habe ich die Stadt für mich entdeckt

Der Fehler Nummer 1, den ich in Mumbai gemacht habe, war zu wenig Zeit mitzubringen. Dennoch wollte ich so viel wie möglich von der Stadt sehen und so buchte ich mir für 2500 Rupien Kasi, einen Taxifahrer der mir vom Hotel empfohlen wurde. Für acht Stunden hatte ich somit einen persönlichen Fahrer, der sich bestens in der Stadt auskennt und mit seinem schiefen Lächeln und den Pumuckl-roten Haaren aus jeder Menschenmasse hervorsticht. So konnte ich mich sicher fühlen – das war mir wahnsinnig wichtig auf dieser Reise. Kasi schlängelte sich durch den verrückten indischen Verkehr, erzählte allerlei zu den Sehenswürdigkeiten und brachte mich sicher von A nach B. Als Frau ist Indien nicht ungefährlich, deswegen wollte ich auf keinen Fall alleine losziehen.

Wenn ich zum ersten Mal in einer Stadt oder einem fremden Land bin, möchte ich unbedingt auch typische Touristen-Sightseeing Spots sehen und so stand ganz oben auf meiner Liste das Gateway of India. 45 Minuten Autofahrt vom Hotel stand ich schließlich vor dem riesigen Torbogen und war total baff.

Erster Stopp: Gateway of India

Hier tummeln sich unzähliche indische Großfamilien und mit meiner hellen Haut und den Sommersprossen bin ich dort sofort aufgefallen. Trotz ein oder zwei aufdringlichen Männern kann ich das Gateway of India sehr positiv in Erinnerung behalten. Mehr als einmal wurde ich von einer indischen Mutter angehalten um ein Foto mit ihrem Kind zu machen. Ich war überwältigt von der Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen und so bin ich nun auf unzähligen Selfies festgehalten. Irgendwann wurde mir die Fotografierei aber doch zu viel und so habe ich mich irgendwann losreißen können und mich wieder auf die Suche nach Kasi gemacht. Er war Dank der roten Haare leicht zu erkennen, winkte mir zu und weiter ging die Tour. Als nächstes zeigte er mir Dhobi Ghat – ein Ort der ein Umdenken in mir ausgelöst hat.

Dhobi Ghat – der größte Waschsalon der Welt

Als nächstes zeigte Kasi mir Dhobi Ghat. Erst nach nachträglichen Googeln im Hotelzimmer habe ich verstanden was ich da vor mir sah. Nämlich den größten Waschsalon auf der Welt. Für umgerechnet 4 Cent werden hier Bettlaken gereinigt. Insgesamt arbeiten über 5000 Menschen an über 800 Becken. Hier an Dhobi Ghat sieht man den krassen Unterschied zwischen Arm und Reich in Mumbai besonders gut. Unten sieht man die Arbeiter und Arbeiterinnen, die die Wäsche in Seifenlauge einweichen, bürsten, gegen Steine schlagen und anschließend mit alten, von Kohle betriebenen, Bügeleisen bügeln. Einige Meter weiter hinten stehen moderne Hochhäuser mit Fenster von Boden bis zur Decke.

Nachdem ich nun ein wenig schlauer bin, hinterfrage ich sämtliche Kleidungsstücke die ich bei Zara, H&M und Co gekauft habe. Ein Waschsalon ist zwar keine Produktionsfirma, die Arbeitsbedingungen werden jedoch ähnlich schlimm sein.

Ein kleines Stück Bombay in Mumbai

Wusstet ihr, dass Mumbai bis 1995 noch Bombay hieß? Den Namen hat die Stadt ausEin Teil der Kolonialzeit kann man in der Gegend des Victoria Terminus (heute heißt er Chhatrapati Shivaji Terminus) noch anschauen. Die Gebäude sind wahnsinnig schön und man kann den Mix aus englisch-viktorianischer Architektur mit indischer Kultur hier besonders gut erkennen. Der Gegensatz zu den typisch indischen Straßenständen, dem verrückten Verkehr und die hupenden Taxis unter den hübschen Häuser im englischen Stil mitten in Indien – sowas habe ich überhaupt nicht erwartet und war total überrascht.

 

 

In Mumbai hat mir der alte Teil von Bombay mit den Häusern der Kolonialzeit rund um den alten Victoria Terminusam besten gefallen.

 

 

Tip of Nariman Point und Plastik in Indien

Zu guter letzt muss noch ein Blick auf die Skyline von Mumbai geworfen werden! Je nach Smokstärke und Wetter sieht man die beeindruckenden Hochhäuser am Tip of Nariman Point besonders gut. Wer wie ich zuerst von Slums über Old Bombay, dem Gateway of India und nun die modernen Hochhäuser gesehen hat, dem werden die krassen Gegensätze in Mumbai bewusst.

Übrigens: das Meer war gar nicht so plastikverseucht wie ich befürchtet habe. Indien hat 2018 nämlich ein Verbot für Einwegplastik wie Plastikbesteck, Strohhalme, Becher und Sackerln ausgesprochen und ich persönlich finde da können sich andere Länder ruhig mal ein Beispiel daran nehmen! Vor allem wenn man bedenkt, dass die InderInnen pro Kopf prinzipiell „nur“ 11 Kilo Plastikmüll pro Jahr verbrauchen – also weit weniger als der Durchschnitt! Und wusstet ihr, dass 95% des Plastiks, das da in den Weltmeeren herum schwimmt aus nur zehn Flüssen stammt und davon drei in Indien liegen? Höchste Zeit, dass dagegen mal etwas unternommen wurde – Hut ab, Indien! Mehr über das Thema „Plastik auf Reisen“ könnt ihr übrigens hier nachlesen


Wart ihr schon mal in Indien? Was muss man in Indien noch unbedingt gesehen haben und noch wichtiger – was muss man unbedingt an Essen probiert haben? Ich freue mich über eure Tipps und Vorschläge!

Mehr über meine Zeit in Mumbai könnt ihr übrigens auf Instagram verfolgen –hier geht’s direkt zu meinem Profil!

24 Stunden in Washington DC – Georgetown, The White House und mehr

Ich kam ohne große Pläne in die Stadt und war sofort positiv überrascht. Washington DC ist nämlich unglaublich gepflegt und sauber und hat in dieser Hinsicht sehr an Singapur erinnert. Mit meiner Kamera ausgerüstet ging es gleich in der Früh los auf Entdeckungstour. An dieser Stelle kann ich euch schon mal verraten, dass Washington DC eine Stadt ist, die ihr super in 1-2 Tage erkunden könnt.

 

 

Spaziergang durch Georgetown

Ganz oben auf meiner Liste stand Georgetown. Nur ein paar Gehminuten von meinem Hotel liegt das süße Viertel und ich habe mich sofort ein bisschen in die Gegend verliebt. Die Häuser erinnern an die amerikanischen Serien mit denen ich aufgewachsen bin und obwohl man dort große Ketten (TK Maxx, Forever 21, H&M und Co.) findet, wirkt alles wie eine gemütliche Kleinstadt – und das mitten in der Hauptstadt der USA! Hier steht übrigens auch die Georgetown University – hier möchte ich bei meinem nächsten Washington Besuch unbedingt mal hin!

 

Editor’s Tipp: Crumbs & Whiskers The Kitten Lounge

Für alle Katzenfreunde kann ich euch übrigens das Crumbs & Whiskers The Kitten Lounge empfehlen! Hier bucht man am besten vorab einen Zeitraum und kann dann in einem sehr instagram-tauglichen Café mit Katzenbabys kuscheln. Wenn man sich in ein Kätzchen verliebt kann man es auch gleich adoptieren und mit nach Hause nehmen. Dieses Mal habe ich nur von außen mal „kurz“ (also circa 15 Minuten) durch das Schaufenster geschaut, aber ich bin eventuell bald wieder in Washington und dann buche ich auf jeden Fall vorab online!

Adresse: 3211 O St NW, Washington, DC 20007

Website: crumbsandwhsikers.com

Social: @crumbs_whiskers

 

 

 

The White House, Lincoln Memorial, Pentagon und Washington Monument

Wenn schon mal in Washington DC, muss natürlich auch eine kleine Touristen-Runde gedreht werden. Um ehrlich zu sein, war ich vom Weißen Haus sogar ein klein wenig enttäuscht. Auf Fotos und Videos wirkt es nämlich viel größer und pompöser als in der Realität. Die Gegend rund um diese Sehenswürdigkeiten ist (wie der Rest von Washington) sehr sauber und gepflegt. Und obwohl jede Menge Touristen herumspaziert sind, fühlte man sich nicht eingeengt oder muss Angst haben.

 

 

 

Essen gehen in Washington DC?

Gleich ums Eck meines Hotels fand ich ein Lokal namens „Bread and Chocolate“. Die Bedienung war ein wenig langsam, aber das Essen eigentlich ganz okay. Viel beeindruckter war ich von einem kurzen Abstecher bei Wholefoods. Mein Geldbeutel war danach übrigens um einiges leichter, aber die Auswahl dort ist einfach gigantisch und die selbst zusammengestellte Bowl war wirklich ihr Geld wert. Alle Foodies unter uns sollten hierfür also ein wenig Zeit einplanen! Meine Suche nach den besten veganen Lokalen hab ich diesmal ausgelassen  – dafür war einfach zu wenig Zeit. Trotzdem bin ich immer wieder per Zufall auf zumindest ein bis zwei vegane Gerichte gestoßen.

Da ich wirklich nur kurz in Washington DC war, kann ich euch an dieser Stelle gar keine weiteren Lokalempfehlungen geben. Ich freue mich aber sehr über eure Tipps dazu in den Kommentaren!

 

 

 

 

Eure Tipps:

Einige Tipps zu Washington DC habe ich schon auf Instagram von euch bekommen, darunter

  • das Washington Holocaust Museum soll wahnsinnig beeindruckend sein
  • Touren durch das Weiße Haus muss man mindestens 3-4 Monate im Voraus buchen und sind gratis!
  • in der Falafelinc gibt es super leckere Falafel um 4 Dollar – das ist für amerikanische Verhältnisse mehr als günstig und super für alle die Low Budget reisen!
  • Bei Georgetowncupcakes gibt es einen veganen Carrotcake Cupcake, der anscheinend sehr, sehr lecker ist.

 

Vegan + Reisen – geht das überhaupt?

Viele von euch wissen vielleicht gar nicht, dass ich mich seit über zwei Jahren vegan ernähre. Davor war ich für einige Jahre vegetarisch und habe generell nicht viel Fleisch gegessen – weil mir Nudeln und Kartoffeln schon immer besser geschmeckt haben. Ich weiß nicht mehr genau was der Auslöser bei mir war mich vegetarisch zu ernähren, aber vegan wurde ich nachdem ich die Dokumentation „Earthlings“ gesehen hatte. Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Tag: es war in den Weihnachtsfeiertagen. Ich hatte den Truthahn ausgelassen, aber mich mit Brotsauce (ein englisches Rezept, es besteht quasi nur aus Butter, Schlagsahne und Weißbrot und ist wirklich lecker), Keksen und mehr ungesunden Zeug vollgestopft. Ich lag in meinem Bett und Earthlings tauchte bei Netflix unter meinen Vorschlägen auf. Und seitdem ernähre ich mich zu 99% vegan. (Meine Ausnahmen sind übrigens der Honig von meinem Opa und ab und zu Eier von einem Bauer in der Nähe meiner Eltern. Dort kann man die Eier quasi selbst aus dem Hühnerstall holen!)

Das klingt jetzt sehr dramatisch, für mich gab es von da an aber keine andere Option mehr als komplett auf tierische Produkte zu verzichten. Ich wusste schon lange, dass ich Milchprodukte nicht gut vertrage. Aber Käse schmeckte mir zu gut. Und Ausrede folgte auf Ausrede. Nach dieser Doku änderte sich alles und ich ekelte mich vor Milch, Joghurt, Käse und vor allem Fleisch – bis heute. Meine Familie hat schon immer viel Fleisch gegessen – zumindest ein Teil von ihnen. Ich bin und will aber nie die Art von Veganerin sein, die mit der Vegan-Keule schwingt und andere missioniert. Aber seit ich öfter „Vegan Food Guides“ auf Globeastronaut poste, bekomme ich immer mehr Fragen dazu und möchte hiermit ein bisschen erklären, wie ich als Veganerin die Welt bereise.

Ist es nicht total anstrengend beim Reisen immer etwas Veganes suchen zu müssen?

Disclaimer: Um eines gleich vorweg zu sagen: niemand ist perfekt und auch ich muss manchmal Ausnahmen machen – vor allem auf Reisen. Müsste ich mich zwischen regionalen, fair produzierten Eiern oder Milchprodukten und veganen Fertigprodukten, die über die halbe Welt geschifft werden entscheiden – so würde ich auch ersteres wählen.

 

 

 

 

Frage: Vegan reisen – wie schaffst du das überhaupt?

Schon innerhalb Österreichs kann es schwierig werden. Wenn ich in Kärnten in ein Gasthaus gehe, suche ich verzweifelt nach den kleinen grünen Vs oder studiere akribisch die Allergen-Hinweisen neben den Gerichten. Nicht immer findet sich da etwas, aber inzwischen habe ich gelernt damit umzugehen. Manchmal bestelle ich nur Vorspeisen, denn dort ist die Chance etwas Veganes zu finden am größten.

Antwort: gute Recherche ist die halbe Miete

Ohne Instagram, anderen Blogs und dem Internet generell wäre ich ziemlich aufgeschmissen. Vor jeder Reise durchforste ich das Netz nach veganen Lokalen und Tipps für die jeweilige Destination. Ich speichere das alles auf meinem Handy und je nach Gelegenheit google ich die Lokale und probiere sie aus. Wenn ich mit Allesessern unterwegs bin, versuche ich Lokale zu finden, die sowohl vegane als auch fleischige Gerichte auf der Karte haben. Und bis jetzt hatten wir überhaupt keine Probleme und jeder bekommt was er/sie will!

Meine liebsten veganen Influencer/Reiseblogger/Instagramer, die immer Tipps parat haben sind:

Ich bin die mit der Jausenbox im Flugzeug

Vorbereitung ist Key und ich lerne aus meinen Fehlern. Ich bin schon ziemlich oft hungrig, müde und verzweifelt im Flieger gesessen – weil die jeweilige Airline einfach nichts veganes hatte. Versteht mich nicht falsch – ich verstehe das Prinzip von Angebot und Nachfrage und leider gibt es einfach noch zu wenige vegane Reisende, damit eine vegane Option im Flugzeugmenü gang und gäbe ist. Sollte man sein Essen für Langstreckenflüge vorher online auswählen können nehme ich immer die vegane Option – und bekomme mein Essen meistens sofort, weil ich dann oft die einzige im Flieger bin. Bei Kurz- oder Mittelstrecken gibt es dann meistens nur Kekse oder Sandwiches. Für diese Fälle nehme ich mir seit längerem einfach was von zu Hause mit. Sollte es euch interessieren, was meine veganen homemade (und vor allem leckeren!) Snacks für Reisen sind, dann kann ich gerne einen Beitrag darüber schreiben!

 

Meine Jausenbox aus Aluminium hab ich übrigens auf Reisen immer dabei. Man kann sie in 3 Bereiche abteilen und so wird das Essen nicht matschig und schmeckt dann besonders gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleine Hilfsmittel: Happy Cow und andere Apps

Zum Glück gibt es inzwischen viele Apps mit denen man superschnell vegane Lokale auf der ganzen Welt findet. Meine liebste App ist dabei Happy Cow, ich finde aber Vebu super, wenn man auf Reisen ist. Ich liebe es auch auf Reisen durch die Supermärkte zu spazieren und – das ist jetzt vielleicht eine komische Angewohnheit – mal zu schauen welche Chipssorten es in den jeweiligen Ländern gibt. Seit ich vegan bin verwende ich dabei die App Codecheck und weiß dann auch gleich, ob das Produkt vegan ist und wenn ja, dann kauf ich es gern und probiere Abends im Hotelzimmer meine Einkäufe aus!

Funktioniert immer: Um Hilfe bitten und die Situation erklären

Wenn man einfach NICHTS veganes findet hilft nur eines: nervig sein und nett lächeln. Bis jetzt musste ich noch nie hungrig schlafen gehen, denn wenn man den Leuten die Lage mit einem Lächeln erklärt, werden sie euch selten was abschlagen. Schon ein paar Mal wurde extra für mich was gekocht das gar nicht auf der Karte stand und ich war unendlich dankbar. Auch wenn ich nicht die sein will, die eine Extrawurst bekommt (Wortwitz nicht beabsichtigt), so muss man manchmal über seinen Schatten springen, wenn man das vegan-sein durchziehen will.


Wenn ihr mehr über Veganismus erfahren wollt, kann ich euch folgende Videos und Dokumentationen nur ans Herz legen und es einfach mal probieren. Einfach mal auf ein paar Tage Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte verzichten, einen veganen Tag pro Woche einlegen und dem ganzen Konzept mal eine Chance geben. Ich selbst habe immer gesagt: „Ich könnte NIE auf Käse verzichten!“ Und wo bin ich jetzt? Ich fühle mich besser als je zuvor, lebe viel umweltbewusster und bin auch viel gesünder.

10 Apps für eure nächste Reise

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Gehört ihr zu der Fraktion „Einfach ins Blaue“ oder „Listenschreiber und Planer“ vor einer Reise? Ich gehöre definitiv zur zweiten Kategorie und fühle mich einfach entspannter zu wissen wie, wann, was und wo. Dabei halte ich mir aber genug Platz und Zeit für spontane Dinge – denn die besten Sachen passieren oft auch ganz unerwartet! Die Frage ob ich nicht mal über meine liebsten Apps schreiben möchte kam nun schon öfter und endlich hab ich mich hingesetzt und stell euch meine Favoriten in Sachen Reiseapps vor.

Vor der Reise

Packpoint

Die perfekte App für alle die vor jeder Reise planlos vorm Kleiderschrank stehen und nicht wissen was sie einpacken sollen. Bei Packpoint gebt ihr einfach eure Destination und die Länge eures Aufenthalts ein und dazu noch ein paar Freizeitaktivitäten beziehungsweise persönliche Hobbys (Ski fahren, Fotografieren, Surfen, Abends fancy essen gehen, you name it). Schwuppdiwupp sagt euch die App je nach Wetterlage am jeweiligen Ort wie viele lange und kurze Hosen, wie viele Schuhe und mehr einpacken sollt. Obwohl ich auf meinem Handy oft zu wenig Speicherplatz habe, lade ich mir die App vor jeder Reise erneut aufs Handy.

Google Playstore: Packpoint App für Android

App Store:  Packpoint App für iPhones

Tripit

Ich gehöre eindeutig zu den Leuten die vor der Reise viel planen um mich dann vor Ort entspannen zu können. Auch wenn ich mich inzwischen gebessert habe und zum Beispiel letzten Sommer einfach nur ein Hinflugticket und ein Rückflug Ticket nach Singapur / Bangkok hatte und der Rest vor Ort erst geplant wurde, so fühl ich mich doch sicherer wenn ich weiß wie ich vom Flughafen am schnellsten ins Hotel komme. Dafür ist Triptik perfekt und das beste: besorgte Mütter/Freunde, etc. können in der App integriert werden und so wissen sie immer wann es für euch als nächstes wohin geht. Perfekt für alle Weltreisenden unter euch die mehrere Monate am Stück unterwegs sind. Ihr könnt hier außerdem all eure Unterlagen wie Pass, Boardingpässe usw. speichern.

Google Playstore: Tripit für Android

App Store: Tripit App für iPhones

App der jeweiligen Airline

Kennt ihr das auch, das Gefühl etwas wichtiges zu vergessen. Der absolute Albraum: den Pass und das Ticket vergessen. Den Pass hätte ich tatsächlich schon mal fast vergessen, das ist aber eine andere Geschichte, die ich bei Gelegenheit gerne erzähle. Das Ticket hab ich seitdem immer am Handy mit der App der jeweiligen Airline, zum Beispiel die Lufthansa App oder die myAustrian App und muss es so auf nicht ausdrucken. Ich checke online am Vorabend ein, such mir dann gleich meinen Platz aus und hab die Bordkarte am Handy in der App von Lufthansa oder Austrian Airlines. Gleichzeitig spart man so Papier!

Google Playstore: Lufthansa für Android

App Store: Lufthansa für iPhones

Während der Reise

Postkarten App

Wusstet ihr eigentlich, das ich früher Postkarten gesammelt habe? Und noch heute schick ich gerne mal meinen Eltern, Freunden und vor allem Großeltern Karten aus aller Welt und bekomme deswegen auch immer wieder Karten zurückgeschickt. Es ist einfach so schön den Postkasten zu öffnen und einen Gruß vom anderen Ende der Welt zu bekommen. Mit der Postkarten App von der Österreichischen Post könnt ihr für 1,99 ein selbst gemachtes Bild als echte Postkarte weltweit verschicken. Das find ich unheimlich cool und ist dazu noch günstiger als Karte + Briefmarke in einem Souvenir-Shop kaufen zu müssen.

Google Playstore: Postkarten App für Android

App Store: Postkarten App für iPhones

Offline Map

Wie oft bin ich schon ohne Internet in einer fremden Stadt gestanden und wusste nicht mehr ob mein Hotel links, rechts, vorn oder hinten von mir ist? Öfter als ich zugeben will! Am schlimmsten hat es mich in Marrakech erwischt – obwohl, zugegeben, dort hatten wir sogar eine Offline Map aber in der war das Kartenmaterial wohl veraltet und mehr als die Hälfte der Straßen wurden nicht auf der Karte angezeigt. Vor allem wenn ich allein unterwegs bin möchte ich immer wissen wohin und lade mir deswegen spätestens am Flughafen eine GUTE Offline Map runter, zum Beispiel Offline Maps and Navigation. Aber im Notfall, wie zum Beispiel in Marrakech, habe ich mir die Route einfach gescreenshotet und wenn man an einem Ort mit Wlan oder Internet die Route eingibt, einmal reinzoomt und dann den Tab nicht komplett schließt, kann man Google Maps auch super ohne Internet verwenden. Das kann ein echter Lifesaver sein!

Google Playstore: Offline Maps und Navigation für Android

(diese App gibt es derzeit nur für Android!)

Spotify

Seit einem Jahr bin ich der absolute Podcast Fan und habe inzwischen so viele tolle Podcasts gefunden, dass ich gefühlt jeden Tag einen neuen hören kann. Meine absoluten Favoriten: The Real Word, Fest und Flauschig, A mindful mess, Deliciously Ella und Buchingers Tagebuch. Vor allem die Fest und Flauschig Folgen sind perfekt für lange Reisen, da eine Episode gerne mal 1,5 – 2 Stunden dauert. Wer ein paar Euro mehr pro Monat drauf legt kann auch ganz easy die Werbung überspringen!

Google Playstore: Spotify für Android

App Store: Spotify für iPhones

WC-Finder

Falls euch das jetzt zu privat wird: sorry! Aber ich gehöre auch zu den Menschen die irgendwie ständig aufs WC müssen, vor allem in heißen Ländern, wenn ich besonders viel Wasser trinke um nicht zu dehydrieren. In einer großen Stadt ist es leicht mal ein WC in einem McDonalds, Einkaufszentrum oder im Notfall auch in einem Geschäft zu finden, aber abseits von großen Städten kann das schon mal tricky werden. Für alle Fischblasen-Freunde unter uns ist die App wirklich hilfreich!

App Store: WC-Finder für iPhones

(diese App gibt es derzeit nur für iPhones!)

Lightroom Mobile

In einem meiner letzten Beiträge über Instagram und Reisen hab ich schon angedeutet, dass ich hierbei ein wenig zurückschrauben möchte und weniger Zeit „verschwenden“ will um den perfect shot zu bekommen – hier könnt ihr den ganzen Beitrag nochmal lesen. Was dabei wirklich praktisch ist ist die Lightroom Mobile App – weil ich da ganz schnell ein Bild bearbeiten kann und dann nicht noch abends lange am Laptop verbringe. Mit ein paar Tricks kann man die Presets von Lightroom aufs Handy laden und kann damit wirklich das beste aus den Urlaubs-Schnappschüssen rausholen!

Google Playstore: Lightroom Mobile für Android

App Store: Lightroom Mobile für iPhones

Google Translate

Ja klar, Google Translate übersetzt nicht immer korrekt – aber für den Notfall kommt man damit schon oft ziemlich weit. Seid ihr schon mal vor einer Speisekarte gesessen ohne Plan was ihr das jetzt eigentlich bestellt habt? Ihr könnt mit der App direkt ein Foto von der Speisekarte/dem Straßenschild oder was auch immer ihr schnell übersetzen wollt machen und die App übersetzt es sofort. Hat mich schon ziemlich oft vor nicht-veganen Essen gerettet 😉

Google Playstore: Google Translate für Android

App Store: Google Translate für iPhones

Tourlina

Und zum Schluss noch etwas für alle Frauen unter uns die gerne auch mal alleine die Welt entdecken: Tourlina. Damit könnt ihr ganz einfach neue (zertifizierte und damit sichere und seriöse) Freundinnen auf der ganzen Welt kennen lernen und euch direkt treffen und gemeinsam auf Erkundungstour gehen. Ich persönlich bin nicht der Hostel-Typ wo man schnell mal wenn in der Küche oder im Dorm kennen lernt und finde so eine Möglichkeit super praktisch auf seriöse Weise neue Leute kennen zu lernen.  Das ganze funktioniert mit dem Wischprinzip das man von Tinder und Co kennt. Eben nur für Frauen die gemeinsam eine neue Stadt oder ein Land entdecken wollen.

Google Playstore: Tourlina für Android

App Store: Tourlina für iPhones

Editors choice

Ein kleiner Pro-Tipp schon zu Beginn: um im Urlaub alle Apps auch wirklich nutzen zu können und nicht aufs WLAN von Starbucks, McDonalds und Co. angewiesen zu sein empfehle ich euch ein Pocket-Wifi. In Asien ist das schon lange gang und gäbe und wirklich super praktisch. Das Ding passt in jede Hand- und Hosentasche, das Internet ist super schnell, der Akku hält auch ein paar Tage und man zahlt meist um die 10 Dollar pro Tag. Einfach „Pocket Wifi“ und eure Destination googeln und schon wisst ihr wo ihr das Ding herbekommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Passt das in meinen Feed?“ – Wie Instagram und das Bloggen meine Art des Reisens verändert hat

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Ich sitze nun schon ziemlich lange an diesem Beitrag und denke über das Thema nach und je mehr Zeit vergeht, desto mehr ärgere ich mich über mich selbst. Manchmal fühle ich mich sogar wie diese asiatischen Touristengruppen die im Speeedtempo Europa erkunden und eigentlich nur mit der Kamera oder dem iPad (kann mir mal wer erklären, warum die immer mit iPads fotografieren?) vor der Nase herumlaufen, und erst daheim dann die Reise durch die gemachten Bilder erleben. Das ist aber noch gar nicht das schlimmste von allem…

Exhale the bullshit

Je öfter ich einen Ort auf Instagram und Co. ausgespuckt bekomme, desto eher möchte ich hin. Bevor ich ein Hotel buche, schau ich mir sämtliche Bilder an und überlege mir, ob es schön genug für eine Hotel Review ist. Das Ganze ist schon ziemlich lächerlich, und das weiß ich nur zu gut. Anstatt mir das leckere Essen schmecken zu lassen, klettere ich auf Stühlen herum und versuche das perfekte Bild zu bekommen. Natürlich in einem Instagram-tauglichen Lokal, das ich am Blog in einen Foodguide einbinden kann.

Anstatt die Welt zu entdecken schreibe ich Kommentare mit mindestens 5 Wörtern in möglichst kurzer Zeit.

Ohne jetzt wie meine eigene Oma zu klingen, aber früher war es tatsächlich ein bisschen besser: Foto machen, mit Instagram-Filtern bearbeiten, hochladen und fertig. Heute plane ich meine Fotoshootings vor, fotografiere ausschließlich mit meiner Canon, bearbeite alles über Lightroom und plane meinen Feed bis zu einem Monat im Voraus vor. Vielleicht ist das verrückt und übertrieben, aber so funktioniert es für mich einfach am besten. Ich suche die ideale Posting-Zeit dank Instagram Insights nach dem Postingverhalten meiner Follower und nutze die ersten zwei Stunden um zu liken, kommentieren, folgen und Kommentare zu beantworten – vielen Dank für nichts lieber Instagram Algorithmus an dieser Stelle. Während vor dem Café, dessen WLAN ich gerade nutze, eine fantastische Stadt wartet, die nur darauf wartet entdeckt zu werden, schreibe ich Kommentare um neue Follower auf meine Instagram-Seite zu locken. Mindestens 5 Wörter pro Kommentar, Bezug auf Bild oder Caption nehmen, nicht nach Spam aussehen – das ist die Devise. Trotzdem funktioniert das Prinzip (mal besser, mal schlechter) und mit neuen Followern kommen neue Kooperationen auf, die mehr Reisen finanzieren. Ein Teufelskreis, denn auf der nächsten Reise hetzt man dann wieder von Fotospot zu Fotospot um das perfekte Bild zu machen.

„Kannst du schnell ein Foto von mir machen?“

Vor allem wenn ich mit Leuten unterwegs bin, die kaum oder gar nicht Social Media nutzen und auch nicht in der Influencer-Blase leben, haben mir schon mehrmals gesagt wie nervig es ist, dass ich ständig am Handy bin. Beziehungsweise ständig alles fotografiere. In dieser Hinsicht bin ich nämlich wirklich schlimm und extrem perfektionistisch. Dann muss das Bild im Hochformat, Querformat und nochmal zur Sicherheit mit dem Handy dazu gemacht werden.Wenn ich dann Frage „Kannst du schnell ein Bild von mir machen?“, dann geht das im Normalfall nie „schnell“ – denn ich bin mehr als kritisch was Bilder von mir selbst angeht. Zu hell, zu dunkel, zu weit weg, zu nah, zu unscharf – oder es das Bild hat in meiner Vorstellung einfach besser ausgeschaut, als es in Echt einfach ist. Der oder die Fotograf/in kann dann gar nichts dafür, trotzdem ärgert es mich wahnsinnig und ich versuche dann alles um „the perfect shot“ hinzubekommen. Und kann dann auch ganz schön zickig werden. Und wozu? Am Ende des Tages ist es dann oft doch nur ein Bild von vielen hunderten oder gar tausenden (je nachdem wie lange die Reise ist), das dann doch nicht im Feed landet, weil ich wieder mal nicht komplett zufrieden bin.  Deswegen tut es mir am Ende nämlich total leid und ich versuche wirklich diese Angewohnheit loszuwerden und einfach mal entspannt den Ort zu genießen und nicht immer nur an meinen Instagram Feed zu denken. Und Einsicht ist ja der erste Schritt zu Besserung. oder etwa nicht?

Was will ich dagegen tun?

Versteht mich bitte nicht falsch, ich liebe das Bloggen, Social Media und alles was dazu gehört – sonst würde ich das ganze ja nicht machen. Auch wenn ich zugebe, dass Instagram mich gerade jetzt immer mehr in den Wahnsinn treibt. Ich stecke gerne viel Zeit in die Bearbeitung der Bilder, die Blogposts und alles was dazugehört. Und ich werde auch nicht aufhören. Was ich aber auf jeden Fall machen werde, sind bewusste Pausen nehmen.

Weil es wunderbar entspannend ist einen Ort durch die eigenen Augen zu sehen, anstelle der Linse meiner Kamera.

Qualität statt Quantität! Meine Fotokünste haben sich im Laufe der Jahre inzwischen zum Glück verbessert und so brauche ich nicht mehr hundert Anläufe für das Bild in meinem Kopf. Und ich versuche mich nicht mehr verrückt zu machen, wenn das Bild mal nicht genau gleich oder mehr Likes als das davor hat. In den letzten Monaten war ich außerdem so sehr mit der Uni beschäftigt, dass ich gar keine Zeit für Instagram hatte. So eine kleine Auszeit hat so gut getan und mich wieder auf den Boden der Realität gebracht. In der es nicht so wichtig ist wie viele Leute mein Bild auf Social Media gesehen haben. Genau das will ich beibehalten.

Die Kamera mal einfach daheimlassen

Während eines Wochenendtrips nach Kärnten habe ich diesmal meine Kamera mal bewusst in Wien gelassen. Statt mehrere Bildmotive im Kopf zu haben, die ich dann zwanghaft abfotografiere, habe ich stattdessen die Zeit genossen und bemerkt: man muss nicht immer alles fotografieren. Mir ist nichts abgegangen, ich habe kein Problem damit regelmäßig zu posten und dank der schlechten Internet-Verbindung, hatte ich nicht mal die Möglichkeit ein neues Bild online zu stellen. Man kann auch einfach mal Instagram Instagram sein lassen und sich auf die kleine Dinge im Leben konzentrieren.