All Posts By Victoria Koffler

STAY AT HOME: Virtuelles Reisen – von zu Hause an die schönsten Orte der Welt

Jetzt fragst du dich bestimmt, wie das gehen soll? Ganz einfach: durch virtuelle Führungen in die schönsten Museen Europas, außergewöhnliche Orte am anderen Ende der Welt und sogar Geheimtipps der eigenen Stadt, die man nach der Corona-Zeit bestimmt Live besuchen will. Du kannst quasi eine ganze Weltreise von deiner Wohnung machen. Alles was du brauchst ist ein Laptop oder Handy, eine stabile Internetverbindung und die Lust was Neues zu entdecken. Der Vorteil: du sparst dir jede Menge Geld, du kannst deine Jogginghose anbehalten und du bleibst dabei gesund!

Besuche Wien virtuell und lass dich verzaubern

Dein erster Stopp ist meine Lieblingsstadt: Wien. Zugegeben, nach nur einem Monat in München, habe ich schon ziemliches Wienweh und aus meinem Aprilbesuch wird wohl nichts. Deswegen besuche ich meine Freunde und Familie in Wien via Facetime und meine liebsten Orte der Stadt über die virtuellen Touren der Stadt Wien. Zur Auswahl stehen: die Albertina, Schloss Belvedere, das Haus des Meeres, das Kunsthistorische Museum, Schloss Schönbrunn, die österreichische Nationalbibliothek, mein alter Campus der Universität Wien und viele andere tolle Orte. Große Empfehlung: die Wiener Ringstraße und die Wiener Staatsoper!

Ganz neu ist außerdem das Corona Sammlungsprojekt des Wien Museum. Das Museum sammelt dabei Fotos von den Bürgern Wiens während der Coronakrise, um zukünftigen Generationen  zu zeigen, wie der Virus die Stadt verändert hat.

Hier geht’s direkt nach Wien: Virtuelle Touren der Stadt Wien

Ein kurzer Trip nach Rom

Jetzt gerade nach Italien zu Reisen ist eine denkbar schlechte Idee. Virtuell ist es aber überhaupt kein Problem. Deshalb geht es als nächstes nach Rom – genauer gesagt in den Vatikan. Dort könnt ihr euch die Sixtinische Kapelle beim virtuellen Rundgang ganz genau ansehen. Oder wie wäre es mit dem Braccio Nuovo? Ich habe beides auch schon Live gesehen und kann es euch nur empfehlen!

Hier geht es in den Vatikan: Virtueller Rundgang Musei Vaticani

Spaziergang durch das morgendliche München

Der nächste Stop: München! Im Moment tippe ich genau diese Zeilen nämlich in Schwabing, von München habe ich in den letzten Wochen aber kaum etwas gesehen. Mit dem virtuellen Rundgang durch München spaziert man gemütlich durch die Innenstadt und kommt an Sehenwürdigkeiten wie dem Viktualienmarkt, dem Siegestor, dem Englischen Garten und dem Schloss Nymphenburg vorbei.

Hier kommst du nach München: Best Views virtueller Rundgang

Helikopterflug über New York City

Coronazeit hin oder her: diese virtuelle Tour mit einem Helikopter über New York City müsst ihr auf jeden Fall machen! Empire State Building, Hudson River, Brooklyn Bridge, New World Trade Center und Central Park: das alles könnt ihr in knapp 2 Minuten alles sehen! New York ist eine meiner liebsten Städte, die wir anfliegen und ich hatte mich wahnsinnig gefreut diesen Frühling die Stadt wieder zu sehen. Nun mach ich das einfach über meinen Laptop.

So kommst du nach New York City: Helikoptertour über New York City

Kleiner Abstecher nach Petra, Jordanien

Meine wohl schönste Pressereise ging nach Jordanien und dabei habe ich die einmalige Chance gehabt mir die Felsenstadt Petra anzuschauen. Wenn ich heute auf die Bilder zurückblicke, bin ich immer noch total baff und wünsche mir, ich hätte damals bessere Fotoskills gehabt, um den Moment besser einfangen zu können. Nun können wir alle mit Google Maps in diese geheimnisvolle Stadt und uns einen kleinen Eindruck davon machen, Wenn ich durch das virtuelle Petra scrolle, fühlt es sich an, als wäre ich erst gestern dort gewesen.

Hier kommst du nach Petra: Google Maps Petra

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PORTO in 1 Tag – Sightseeing, vegane Empfehlungen und mehr

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Im Endeffekt war es die richtige Entscheidung Portugal frühzeitig zu verlassen, denn nur zwei Tage später waren die Supermärkte leergekauft, die Straßen Menschenleer und die Flieger voll von Touristen, die schnell nach Hause wollen. Ich habe zwei Freundinnen dort und beide berichteten, dass plötzlich dort alles ganz schnell ging. Während wir am Mittwoch noch durch volle Einkaufsstraßen schlenderten, war zwei Tage später die Stadt ganz still und leer. Der eine Tag in Porto war jedoch wunderschön und ich möchte euch nicht vorenthalten, was man in 24 Stunden in der wunderschönen Stadt in Portugal machen kann.

Sightseeing-Spots in Porto die du nicht verpassen darfst

Blick auf Porto auf der Ponte Luís I

Auf der Ponte Luís I wird Porto von Vila Nova de Gaia getrennt. Ihr könnt nicht nur darüber spazieren, sondern auch mit der Straßenbahn (in Portugal übrigens „Eléctrico“ genannt“) fahren. Von der Brücke habt ihr einen fantastischen Blick auf Porto, die Promenade und Vila Nova de Gaia. Einmal über der Brücke versammeln sich in Villa Nova di Gaia  viele junge Leute um mit einem Bier oder Aperol um den Sonnenuntergang über die Stadt zu sehen. So schön und so wunderbar entspannt.

São Bento Station

Auf dem Weg zur Ponte Luís I werdet ihr an der São Bento Station vorbeikommen. Der vielleicht süßeste Bahnhof überhaupt! Leider hab ich hier kein Foto gemacht, aber googelt den Bahnhof mal, dann wisst ihr was ich meine! Typisch Porto, mit den hellblau-weißen Fliesen und wunderschönen Stuck auf der Decke. Zum Verlieben schön.

Adresse: Praça de Almeida Garrett

Livraria Lello

Wusstet ihr, dass J.K. Rowling in Porto gelebt hat? Unter anderem der Buchladen Livraria Lello hat sie zu Harry Potter inspiriert. Der Eintritt in das Geschäft kostet 5 Euro / Person, sollte man ein Buch kaufen, wird der Eintrittspreis aber wieder abgezogen.

Adresse: Rua das Carmelitas Nr. 144 (Nahe Torre dos Clérigos)

Shoppen in Porto

Dieser Städtetrip bietet sich perfekt für einen ausgedehnten Shoppingtrip an. Also: Den Koffer zu Hause nicht zu voll packen und ruhig ein bisschen Platz lassen! In Porto gibt es nicht nur viele Einkaufszentren, sondern auch jede Menge Jungdesigner. Bummelt die Einkaufsstraßen wie dieSanta Catarina entlang und ihr werdet bestimmt fündig!

Vegane Lokale in Porto

Vegan casual food in der Kind Kitchen

Da ich nur einen Tag in Porto war, konnte ich von einer längeren Liste an veganen Lokalen nur eines testen: die Kind Kitchen. Klein, aber so so fein! Die Karte ist sehr überschaubar, die Gerichte die es gibt aber top. Große Empfehlung für die Sojanuggets und die Bowls!

Adresse: R. do Bonjardim 302

Meine Empfehlung für einen Tag in Porto

Wer nur einen Tag in der Stadt ist, soll sich einfach durch die Stadt treiben lassen. Lass dich von der Gelassenheit und Freundlichkeit der Portugiesen ein und genieß die Zeit! Trink in einen der vielen, vielen Lokale einen Wein, geh ein bisschen shoppen und schau dir den Sonnenuntergang über der Stadt an. Erspar dir die Seilbahn nach Villa Nova di Gaia. Und am allerwichtigsten: versprich wieder nach Porto zu kommen, denn die Stadt hat mehr als nur einen Tag verdient!

Ask a flight attendant: Coronavirus-Krise und der Alltag als Flugbegleiterin

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Wirft man einen Blick auf meine Google News, handelt es sich bei 20% der Artikel über Themen wie: hat der Bachelor wirklich jemanden mit einem Schwan verprügelt, irgendwas über Veganismus und zu 80%: Coronavirus-Meldungen. In diesem Beitrag möchte ich ein bisschen von den Auswirkungen des Virus auf uns Flugbegleiter erzählen.

Meine persönliche Erfahrung mit Coronavirus Convid-19

Als ich im März nach meinen Teilzeit-Monaten  nach Los Angeles geflogen bin, wurde ich zum ersten Mal mit dem Thema an Board konfrontiert. Im Briefing wurde zur Begrüßung nicht mehr Hände geschüttelt, stattdessen begrüßte mich eine Kollegin mit der „Namaste“-Handbewegung, um Körperkontakt zu vermeiden. Bei jeder Gelegenheit wurde das Desinfektionsmittel ausgepackt. Ein kleiner Teil der Passagiere stieg mit Atemschutzmasken in den Flieger und legte die Masken auch nur zum Essen kurz ab. Ich persönlich – als Tochter einer Krankenschwester – habe mich zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich von der Massenhysterie anstecken lassen. Das Desinfektionsgel hab ich trotzdem im Vorrat im Koffer dabei gehabt. Sicher ist sicher.

Auf dem Rückflug von LA waren deutlich mehr Passagiere mit Masken unterwegs. Und um ganz ehrlich zu sein: manche dieser Masken sehen schon recht gruselig aus. Und erst, als die ersten Passagiere mit Masken eingestiegen sind, hat es auch bei mir richtig Klick gemacht. Da der Virus durch eine Tröpfcheninfektion weiterverbreitet wird, soll man möglichst viel Abstand halten. In einem Flugzeug ist das natürlich nur bedingt möglich. Wie gehen also wir Flugbegleiter mit der ganzen Coronavirus-Sache um?

Erst vor wenigen Tagen hab ich mich mit ein paar Kollegen unterhalten, die auch nur noch von Tag zu Tag planen. Gestern hieß es: du fliegst nach Kapstadt. Heute wurde daraus eine 4-Tagestour durch Europa. Besonders schlimm ist diese Unsicherheit ist es für die Shuttler-Kollegen. (Zum Verständnis: sehr viele Kollegen wohnen nicht in der Nähe ihrer „Basis“, also dem Flughafen, an dem sie ihren Dienst antreten, sondern sind in der ganzen Welt verstreut. Es gibt Kollegen die beispielsweise aus Paris, New York oder sogar Singapur regelmäßig zu ihren Diensten pendeln. Auch ich gehörte bis vor 2 Wochen noch dieser Shuttler-Gruppe an, da ich in Wien lebte, aber in München arbeitete.) Erst heute morgen wurden schon wieder über einen Shut-Down am Flughafen Wien Schwachat gesprochen. Wie und ob man dann überhaupt seinen Dienst bei so vielen Planänderungen antreten kann, weiß ich auch nicht.

Welche Auswirkungen hat der Coronavirus auf uns FlugbegleiterInnen?

Während die Maschine nach Los Angeles und zurück ziemlich voll war, schaut es jetzt schon ganz anders aus. Mein Dienstplan sieht inzwischen aus wie ein Schweizer Käse, sämtliche Verbindungen werden gestrichen. Die No-Shows (Passagiere, die ihren Flug nicht antreten und auch nicht stornieren) werden immer häufiger. Flughäfen werden geschlossen, Sparmaßnahmen angekündigt.  Ich war besonders traurig, als meine gewünschte Tour mit einem Tag Aufenthalt in Tel Aviv gecancelt wurde – aber im Anbetracht des großen Ganzen, erscheint mir das jetzt schon richtig lächerlich. Jeden Tag werden die Nachrichten schlimmer und dramatischer und man spricht davon, dass der Corona Virus schlimmere Auswirkungen auf die Fluggesellschaften hat als 911.

Sämtliche neuen Flugbegleiter, die gerade in den Grundkursen sitzen, müssen sich darauf einstellen, erstmal keinen Arbeitsvertrag zu bekommen. Ich kann mir nur vorstellen, wie schlimm das für die zukünftigen KollegInnen sein muss und hoffe, dass sie ganz bald auch ihren Traum vom Fliegerleben leben dürfen. Wir, die schon die Probezeit überstanden haben, stellen uns nun auf Kurzarbeit ein und wissen selbst noch gar nicht, wie es in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten weitergehen wird.

Währenddessen die Kollegen von der Planung Überstunden über Überstunden machen und wahrscheinlich gefühlt sämtliche Flugpläne der Airline 2x am Tag umschmeißen müssen. Erst gestern hat Donald Trump angekündigt, ein Einreiseverbot von Europäern in die USA durchzusetzen. Damit fällt ein Großteil der Langstrecken-Verbindungen von sämtlichen europäischen Airlines weg und der wirtschaftliche Schaden wird immens sein. Keiner weiß was morgen passieren wird.

Wie geht man als Flugbegleiter mit dem Coronavirus um?

Man muss sich bewusst machen, dass Flugbegleiter, sämtliche Mitarbeiter auf Bahnhöfen, Flughäfen, im Zug, am Schiff und im Bus,  Supermarkt-Angestellte, Polizisten, Krankenpfleger und Ärzte wahrscheinlich den meisten Kontakt mit infizierten Personen haben und zur Verbreitung beitragen. Seid freundlich und verständnisvoll mit uns – wir können nicht einfach zu Hause ins Homeoffice. Inzwischen werden eventuelle Fälle im näheren Umfeld bekannt und da kommt auch bei mir langsam mehr Angst auf. Wenn sich der Verdacht auf einen Corona-Patienten an Board bestätigt, lässt auch uns Flugbegleiter das nicht kalt. Die Angst selbst angesteckt zu werden ist natürlich auch bei uns da. Unsere Gesundheit und die der Gäste geht natürlich vor, deswegen rüsten die Fluggesellschaften gerade richtig auf. Wir haben viel mehr Einweghandschuhe als vorher, bekommen Atemschutzmasken und mehr Desinfektionsmittel gestellt. Während andere Leute ins Homeoffice gehen können um sich selbst zu schützen, fliegen wir nach wie vor die Menschen nach Hause.

Wir Flugbegleiter gelten nicht als direkte Kontaktpersonen. Sollte also ein Coronavirus-Fall auf Flug XYZ bestätigt werden, gelten die Flugbegleiter auf dem jeweiligen nicht als infiziert. Warum? Weil man in der Regel zu kurz Kontakt mit der jeweiligen Person hat. Die Passagiere in den benachbarten Sitzen und Reihen, die oft stundenlang neben dem Patienten sitzen, werden nach Bestätigung des Virus kontaktiert und müssen sich danach selbst testen lassen. Aber was kann man noch tun um gesund von A nach B zu kommen?

Meine 5 Tipps zur Flugreise während des Coronavirus:

  • Die Reise im Zweifel erst gar nicht antreten: Wenn ihr euch nicht gut fühlt, dann sagt die Reise ab! Reiserücktrittsversicherungen sind ihr Geld wert und zu diesen Zeiten bieten sehr viele Airlines gratis Umbuchungen an. Wenn ich eines in den letzten Monaten gelernt habe, dann das krank Reisen furchtbar ist. Im Flugzeug werden die Symptome bei mir oft schlimmer und was am Boden ein bisschen Ohrenschmerzen oder Halsweh ist, tut dort oben 10x so weh. Es ist niemanden geholfen, wenn noch mehr Leute angesteckt werden – auch wenn es „nur“ ein grippaler Infekt oder ähnliches ist. Auch vor dem Coronavirus galt schon die These: wer krank ist, soll den Flug nicht antreten.
  • Atemschutzmasken: Die Atemschutzmasken sind sinnvoll, wenn man selbst krank ist um andere nicht anzustecken. Und auch, wenn sich ein Patient als potenzieller Corona-Patient herausstellt. Die gängigen Masken – die sowieso schon seit Wochen ausverkauft sind – schützen nur für eine kurze Zeit und werden oft falsch angewendet.
  • Fiebermessungen am Flughafen: Gewöhnt euch an verschärfte Überwachung auf den Flughäfen und Fiebermessungen im Flugzeug. Das dient eurer eigenen Sicherheit und zeigt wie ernst die Situation ist. Das bedeutet: ihr werden für die Ein- und Ausreise länger brauchen und solltet deswegen mehr Zeit einplanen.
  • Die richtige Handhygiene: Hände waschen ist das A und O – vor allem im Flugzeug. Es überrascht mich tatsächlich, wie viele Menschen erst JETZT auf den Händewaschen-Zug aufspringen. 30 Sekunden mit heißen Wasser Hände waschen, Seife verwenden und Desinfektionsmittel verwenden. Auf vielen Flugzeugen findet ihr in den Waschräumen eine Mischung aus Seife und Desinfektionsmittel in den Seifenspendern. Das heißt konkret: Hände nass machen, Hände einseifen, Seife abwaschen, mit einem Einmal-Handtuch abtrocknen, Seife nochmal auftragen und bei Luft trocknen lassen. Apropos Desinfektionsmittel: Die Desinfektionsmittel aus dem Drogeriemarkt helfen angeblich kaum gegen das Virus, die sie nicht gegen Viren wirksam, sondern gegen Bakterien. Deswegen mein Tipp: ab in die Apotheke!
  • Seriöse Nachrichtenquellen verfolgen: Wenn eine Reise ansteht, dann informiert euch über seriöse Quellen wie die WHO, AGES, das Auswärtige Amt und das Robert-Koch Institute. Google News zu lesen oder euch auf die Facebook-Nachrichten zu verlassen macht meiner Meinung nach keinen Sinn und macht nur noch mehr Panik. Heutzutage, wo wir alle auf sämtlichen Social Media Plattformen unterwegs sind und Nachrichten über das Handy mit Algorithmen beziehen, verzerrt sich unsere Wahrnehmung zu Situationen und Themen. Oft wird durch solche Nachrichten die Situation runtergespielt, Rassismus gestreut und falsche Informationen verbreiten sich. In Panik zu verfallen ist genauso schlimm wie die Situation nicht ernst zu nehmen.

Mythos Flugbegleiter: Auf der Suche nach der Wahrheit

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Auf Instagram habe ich euch gefragt welche Vorurteile und Klischees ihr im Kopf habt, wenn ihr einen Flugbegleiter seht. Da sind ziemlich wilde Vermutungen aufgekommen, Zeit also dem „Mythos Flugbegleiter“ auf den Grund zu gehen. Hier beantworte ich die meist genannten Klischees!

Mythos 1: Flugbegleiter sind arrogant

Hübsch zurechtgemacht, die Uniform on point und mit den roten Lippen können FlugbegleiterInnen ganz schön selbstbewusst wirken. Wer in unserer Pause ein paar Gesprächsfetzen mitbekommt und uns über das Shoppen in Shanghai, New York und Paris plaudern hört, denkt sich den Rest. Und das kommt beim Gegenüber oft ganz anders rüber, als es gewollt ist. Nämlich arrogant und eingebildet. Tatsächlich werden wir aber anhand folgender Charaktereigenschaften für diesen Beruf ausgewählt: wir sind gastfreundlich, intelligent, teamorientiert und hilfsbereit. Natürlich gibt es solche und solche Flugbegleiter und auch ich hab manchmal schlechte Tage, an denen ich irgendwann leichter die Geduld verliere und so arrogant wirke. Tatsächlich müssen wir uns aber oft auf ziemlich viele Dinge gleichzeitig konzentrieren und manchmal auch streng sein.

Als Tipp kann ich dir mitgeben: sprich uns gerne an, auch in den Zeiten, in denen wir hinten in der Küche sitzen und gerade keinen Service durchführen. Ich plaudere total gerne mit netten Passagieren und du wirst sehen, dass wir gar nicht so eingebildet sind, wie es am ersten Blick vielleicht erscheint. Bloss nicht schüchtern sein!

Mythos 2: Läuft da was mit den Piloten?

Eure meist genannte Antwort und das Klischee und Vorurteil schlechthin: Flugbegleiter und Piloten haben natürlich was am Laufen. Ja und… Nein! Wie in jedem anderen Beruf lernen sich auch in diesem Beruf viele Paare in der Arbeit kennen. Und meiner Meinung nach ist da auch nichts verwerfliches dran. Kleine Flirts und „Tête-à-tête´s“ kommen immer wieder mal vor, von Sexparties im Layover oder anderen abgefahrenen Stories aus dem Crewrest hab zumindest ich noch nichts mitbekommen. Ich persönlich bin ja außerdem der Meinung: „never fuck the company“. Denn wenn es nicht wie im Märchen endet, wird der nächste Flug mit dem Verflossenen eventuell ziemlich unangenehm.

Also, ja es gibt ziemlich viele Paare in der Fliegerei und auch viele unschöne Geschichten. Wahrscheinlich wie in jeden anderen Großkonzern eben auch! Für Leute die sehr schnell, sehr eifersüchtig werden, ist ein Partner aus der Fliegerei auch vielleicht nicht das richtige. Denn durch die vielen getrennten Nächte überall auf der Welt, kann es so schnell zu Streit und Eifersüchtelein kommen.

Aber lasst euch gesagt sein: so glamourös, wie man es sich als Fußgänger (=so bezeichnen wir Leute die nicht in der Fliegerei arbeiten) vorstellen, ist es nicht. Nach einem langen, sehr langen, Tag kommt man ins Hotel und möchte einfach nur eins: schlafen. Und zwar ganz allein und ganz, ganz lange. An ganz schlimmen Tagen lässt man das Abschminken auch einfach sein. Mit verschmierter Wimperntusche, jede Menge Haarnadeln überall im Bett, alle viere von sich gestreckt. Die halb aufgegessenen Pommes, die man irgendwann nachts noch halb-komatös beim Roomservice bestellt hat, am Boden und Nachttisch verteilt, während man um halb vier morgens vom noch laufenden Fernseher geweckt wird. Ziemlich unsexy, oder? Mit ein bisschen Glück habe ich noch ans „Do not disturb“-Schild gedacht, und werde so nicht vom Housekeeping geweckt, das plötzlich im Zimmer steht, weil ich das Klopfen gar nicht gehört habe. Leute, das ist die Realität!

Mythos 3: Flugbegleiter sind immer nur in der Weltgeschichte unterwegs

Ja, das sind wir tatsächlich! In einem Monat nach New York, Rom, Stockholm, Tel Aviv, Wien und Delhi ist bei weitem keine Seltenheit. Und genau deswegen hab ich mir diesen Beruf ausgesucht. In keinem anderen Beruf sieht man so viel von der Welt in so kurzer Zeit. Vor allem am Anfang bekommt man richtig tolle Flüge wie Mexiko, Kapstadt oder Singapur und kann in der Zeit zwischen Hin- und Rückflug das andere Ende der Welt entdecken!

Wie viel Zeit und ob man überhaupt aus dem Flugzeug raus kommt, hängt aber auch immer von der Airline ab, bei der man arbeitet. Während Charterfluggesellschaften oft Wochenstopps auf den Malediven haben, fliegen Billigairlines oft nur Point-to-point. Das bedeutet, dass man morgens an seiner Base startet und abends wieder dort landet. Wer also mit dem Gedanken spielt auch Flugbegleiter oder Pilot zu werden, sollte solche Details in die Entscheidung mit einfließen lassen! Ich persönlich finde ja den Mix aus langen Layover, die sich tatsächlich wie Urlaub anfüllen, und kurze Tagestouren, an denen man abends im eigenen Bett schlafen kann, perfekt.

Ein negativer Punkt an der ganzen Geschichte; man kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Das heißt, ich muss leider öfter mal Geburstatspartys oder andere Treffen mit Freunden absagen, weil ich oft am Wochenende arbeiten muss. Ein Tipp für alle unter euch, die noch neu in der Fliegerei sind; macht euren Freunden klar, dass ihr gerne Zeit mit ihnen verbringt, aber es einfach wegen der Arbeit nicht geht. Denn nachdem ihr die 4. oder 5. Einladung ausgeschlagen habt, werdet ihr einfach seltener gefragt, ob ich auf der Party dabei seid. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen und ihr werdet erfahren, wer eure echten Freunde sind. Und durch die vielen Kollegen findet ihr ganz schnell neue, spannende Menschen, die euer Leben bereichern werden. Ganz bestimmt!

Mythos 4: Als Flugbegleiter verdient man viel Geld

In diesem Job wird man reich…an Erfahrung. Viel Geld verdient man als Flugbegleiter tatsächlich aber nicht, deswegen machen es viele Leute auch nur ein paar Jahre. Und ohne jetzt wie meine eigene Omi zu klingen; aber in diesem Punkt war früher tatsächlich alles besser! Die älteren Kollegen haben noch richtig tolle Verträge, davon können wir dienstjüngeren Flugbegleiter nur träumen.

Trotzdem liebe ich meinen Job und habe mich nicht des Geldes wegen für diesen Beruf entschieden. Jeder der sich bei einer Airline bewirbt, ist sich dessen bewusst und macht den Spaß wegen der tollen Layover und den vielen Reisen mit. Mit Überstunden, Spesen und Schichtzulagen kommt man aber in arbeitsintensiven Monaten mehr als gut über die Runden und kann auch einiges auf die Seite legen. Ich hatte in diesen ersten Wintermonaten, in denen ich kaum geflogen bin, dann noch einen Nebenjob angenommen. Nicht nur wegen dem zusätzlichen Geld, sondern auch weil ich mit soviel Freizeit nicht viel anfangen konnte.

Übrigens: auch Piloten verdienen sich am Anfang ihrer Karriere keine goldene Nase! Für die Pilotenausbildung und den Lebensunterhalt während der Ausbildungszeit müssen in den meisten Fällen Kredite aufgenommen werden, die dann nach und nach in den ersten Dienstjahren abgestottert werden.

Mythos 5: Flugbegleiter müssen Modelmaße haben

Zum Glück sind die Zeiten vorbei in denen Flugbegleiterinnen vor jedem Flug auf die Waage steigen mussten – zumindest bei den Airlines die ich kenne. Ein Mindestmass um an alle Staufächer zu kommen gibt es immer noch, ansonsten gibt es uns in allen Formen. Würde Heidi Klum beim Auswahltag sitzen und nach alten Standards die Leute auswählen, würde es wohl öfter heißen: „Ich habe heute leider kein Foto für dich!“

Na klar, viele von uns sind superschlank, der Großteil aber im normalen Gewichtsbereich. Grundsätzlich kann ich nach einem Jahr in der Fliegerei auch sagen, dass wir uns nicht allzu gesund ernähren. Pralinen hier, Käseteller dort und um drei Uhr morgens in der Wache noch eine Portion Pasta aus der Economy Class – oft einfach nur aus Langeweile. Das gemeine an diesen Mahlzeiten ist nämlich; in dieser verhältnismäßig kleinen Schale Nudeln stecken ziemlich viele Kalorien, um die Gäste schnell satt zu bekommen.

Ich gehöre zur Fraktion „ich nehme mein eigenes Essen mit“, weil ich als Veganerin beim Essen im Flugzeuge oft leer ausgehe und ich leider auch oft Bauchschmerzen bekomme. Meistens habe ich so immer eine bunte Gemüsebowl mit Hummus dabei, manchmal auch Cherrytomaten zum Snacken und immer ein paar Portionen Porridge im Koffer. Damit weiß ich genau was ich esse und muss mir keine Sorgen machen, dass die Uniform nicht mehr passt.

Mythos 6: Flugbegleiter sind immer müde und gejetlagged

Ich nerve meine Freunde und Familie am laufenden Band mit folgendem Satz: „Ich bin so müde und kaputt, ich bin total gejetlagged“. Dieser Mythos ist definitiv wahr und vor allem am Anfang hab ich richtig schlimm mit der Dauermüdigkeit gekämpft. Irgendwann kamen Kopfschmerzen, Appetitverlust und Schwindel dazu und ich wusste: jetzt ist es genug. Ein Körper, der sein ganzes Leben lang (halbwegs) regelmäßige Schlafzeiten und sowas wie einen Tagesrythmus gewohnt ist, braucht Zeit um sich an den neuen Lebensstil zu gewöhnen.

Besonders schlimm sind für mich die sogenannten „Frühaufsteher-Touren“. Man ist 2-5 Tage unterwegs und wird meist um 4 Uhr morgens im Hotel abgeholt, um den ersten Flug des Tages zu fliegen. Zu Mittag ist man für den Tag mit der Arbeit fertig und hat dann noch den halben Tag frei. Ich bin aber eine richtige Nachteule und komme morgens kaum aus dem Bett. In jedem Hotel bekommen wir eine Stunde vor Pickup einen Wakeup-Call. Eines Tages hab ich nach dem Wakeup-Call einfach nochmal auf die Snooze-Taste geklickt. Und bin dann erst 10 Minuten vor Pickup aufgewacht und hatte so nur wenige Minuten Zeit um mich komplett fertigzumachen und meinen Koffer zu packen. Im Flieger angekommen kocht dann einer gleich für die ganze Mannschaft Kaffee und irgendwie bin ich dann doch immer wach.

Das Positive an solchen Touren ist aber, dass man nach Dienstschluss einen halben Tag in einer neuen Stadt hat. Abends in Stockholm essen gehen, Kaffeetrinken am Nachmittag in Rom oder ein Spaziergang über den Strand in Lissabon? Durch solche Dienste wird das dann tatsächlich möglich!

Mythos 7: Flugbegleiter sind ja nur bessere Kellner in der Luft

Definitiv nicht. Wir versorgen die Gäste zwar mit einem Lächeln mit Essen und Getränke, aber in erster Linie sind wir für die Sicherheit an Board zuständig. Wir sind für medizinische Notfälle ausgebildet, können innerhalb von Minuten ein Feuer an Board löschen und passen bei Start, Landung und Turbulenzen darauf auf, dass ihr Passagiere euch nicht wehtut.

Ich bin vor kurzem erst zum ersten Mal seit ich Flugbegleiterin bin als privater Passagier auf der Langstrecke geflogen. Und ich war so in den Film versunken, dass ich tatsächlich auch nur den Service der Kollegen mitbekommen habe. Nach einiger Zeit ging ich in die Küche um mit den Kollegen zu plaudern. Als sie mir erzählten, was schon alles in den letzten Stunden passiert war, dachte ich wir sprechen von verschiedenen Flügen: 2 medizinische Notfälle, eine Streiterei wegen dem Fensterplatz und natürlich die vielen Diskussionen wegen Laptops und Handys beim Start. Von all dem hatte ich als Passagier nichts mitbekommen.

Was ich damit sagen will: rund um den Service sind wir Flugbegleiter mit so vielen sicherheitsrelevanten Dingen beschäftigt, die ihr gar nicht mitbekommt. Wenn wir also gerade checken, ob ihr angeschnallt seid und ihr uns dann wegen einem extra Kissen fragt, seid bitte nicht beleidigt, wenn ihr es erst 20 Minuten später bekommt. Wir erledigen nur unseren Job und der ist in erster Linie euch heil und sicher von A nach B zu bekommen. Natürlich immer mit unserem charmantesten Zahnpasta-Werbung Lächeln.

Mythos 8: Irgendwann ist man zu alt um Flugbegleiter zu werden

Diesen Mythos kann ich (zumindest in der deutschsprachigen Region) nicht unterschreiben. In meinem Kurs saßen zwei Kolleginnen über 50 und beide lieben ihren Job über alles. Natürlich muss man sich aber bewusst sein, dass die Zeitverschiebung, der unregelmäßige Schlafrhythmus, die langen Dienste und der ständige Wechsel an Kollegen eine Herausforderung ist. Auch bei uns gibt es Flugbegleiter die schon knapp vor der Rente stehen und immer noch mit jede Menge Energie bei der Arbeit sind. Ich arbeite sehr gerne mit ihnen, weil sie immer spannende Geschichten zu erzählen haben und einen vor allem am Anfang der Fliegerkarriere beruhigen und gut abholen können.

Aber auch ich mit meinen 26 Jahren jammere über Fussschmerzen nach einem langen Tag auf High Heels und – in meinem Fall – dass ich durch den zu strengen Dutt Kopfschmerzen bekomme. Ein bisschen „Mimimi“ muss und darf auch mal sein.

Mythos 9: Flugbegleiter sprechen fließend mehrere Sprachen

Kann man, muss man aber nicht! Je mehr Sprachen man spricht, desto besser. Um als Flugbegleiterin im deutschsprachigen Gebiet arbeiten zu können reichen super Englisch- und Deutschkenntnisse aber völlig aus. Ich persönlich finde es aber schön mit den Gästen in ihrer Muttersprache sprechen zu können und packe bei italienischen Gäste noch meine paar Phrasen italienisch aus – mehr schlecht als recht, aber die Gäste freuen sich immer, wenn man es zumindest probiert. Und auch im Layover schaden ein paar Brocken Spanisch, Russisch oder wo auch immer ihr landet nie.

Ich möchte auch in Zukunft Italienisch wieder auffrischen und spanisch lernen – einfach weil man dann auch persönlich daran wächst und diese Sprachen einfach unglaublich schön klingen. Und heutzutage gibt es so viele Apps und Online-Kurse, so dass man ganz flexibel überall und immer lernen kann.

Mythos 10: Flugbegleiter sind genervt, wenn jemand einen Tomatensaft mit Salz und Pfeffer bestellt

Ich weiß nicht genau, wovon man in dieser Situation genervt ist. Vielleicht weil man noch nach Salz und Pfeffer einen Handgriff mehr hat? Ich bin zumindest überhaupt nicht genervt von so einer Bestellung. Viel mehr nervt es mich, wenn ich Coke Zero oder Cola Light ausschenken muss – das sprudelt nämlich immer ziemlich und man braucht für den einen Gast so deutlich länger. Bitte lasst euch von mir aber nicht in eurer Getränkewahl beeinflussen und bestellt worauf ihr Lust habt!

Im übrigens: wenn ich privat fliege, bestelle ich auch immer einen Tomatensaft – weil es einfach zum Fliegen dazugehört!


Du willst mehr über mein Leben als Flugbegleiterin erfahren? Dann lies dir unbedingt meine Crewlife-Serie durch und folge mir auf Instagram für Updates aus meinem Stewardess-Jetset-Leben!om

MALAYSIA: Geheimtipp Ipoh – Sightseeing, Essen und Fotospots

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Sightseeing in Oldtown Ipoh – diese schönen Orte musst du gesehen haben

Ipoh ist vor allem wegen seiner Altstadt einen Besuch wert. Die alten Häuser, die engen Gassen und an jeder Ecke gibt es etwas zu sehen.

Market Lane

Die Market Lane ist der Place to be in der Altstadt. Wer Ipoh googelt, wird nahezu nur Bilder der Marketlane finden und gemeinsam mit der Concubine Lane bilden sie das Tourismuszentrum der Stadt. Ein richtiger Hingucker sind hierbei die bunten Regenschirme, die über der kleinen Gasse hängen. Und irgendwo dazwischen parkt ein orangefarbener Käfer, der so perfekt in die Kulisse passt, als hätte man ihn absichtlich für die Touristen dorthin gestellt.

Concubine Lane

Ein paar Meter weiter geht es in die Concubine Lane – hier findet ihr jede Menge Souvenirstände, Cafés und die meisten Touristen. Mir persönlich war es hier ein bisschen zu voll, deswegen habe ich mich lieber durch ruhigere Gassen treiben lassen. Zum Beispiel in dem man einfach weiter spaziert und so in die Leech Street kommt.

Was ihr hier vor allem finden werdet ist Müll. An jeder Ecke findet man Streetfood to-go, nach dem Aufessen wird die Verpackung gerne auf den Boden geworfen. Am Ende der Straße stehen zwar Mülleimer, diese sind aber so randvoll, dass die meisten Leute es einfach auf die Straße werfen.

Jalan Panglima

Mein Lieblingsort in der Altstadt! In der Jalan Panglima findet ihr nicht nur ein sehr cooles Café (beim Kapitel „Restaurantempfehlungen Ipoh“ weiter unten mehr dazu!), sondern auch einen Designmarkt mit lokalen Marken und Souvenirs, die handgemacht und wunderschön sind. Ganz typisch sind Elefantenmotive, die werdet ihr auf sämtlichen Taschen, Lesezeichen und Kissen hier finden.

Höhlentempel von Ipoh – sehenswert und einzigartig

Wenn ihr in Ipoh seid, müsst ihr auf jeden Fall die Höhlentempel der Stadt besuchen. Einzigartig und auf jeden Fall sehenswert sind der Kek Lok Tong Tempel und der Perak Tong Cave Tempel – mein persönliches Highlight von Ipoh! Wenn ihr nicht mit einem Mietauto in Ipoh seid, nehmt euch einfach ein Grab Taxi um zu diesen Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt zu kommen!

Kek Lok Tong Tempel

Typisch für die Tempel in Ipoh sind die Höhlentempel mit Tropfsteinen und Zen Garten. Stellt euren Wecker lieber ein bisschen früher um den Touristenströmen zu entgehen! Einmal quer durch den Tempel kommt ihr in den riesigen Garten mit zwei Teichen. Einziges Manko: hinter dem schönen Garten gibt es einen Steinbruch – das zerstört leider die schöne Idylle. Der Tempel an sich ist jedoch auf jeden Fall sehenswert, die goldenen Statuen sind wirklich beeindruckend.

Adresse: Gunung RapatIpoh 30450

Öffnungszeiten: täglich von 7:00 – 17:30 Uhr

Perak Tong Cave Tempel

Der Perak Tong Cave Tempel ist circa 6 km vom Stadtzentrum Ipoh entfernt. Und mir persönlich hat dieser Tempel noch besser gefallen als Kek Lok Tong. Warum? Weil ich stundenlang die Affen dabei beobachten könnte, wie sie von Ast zu Ast springen und versuchen den Besuchern die Hüte und Sonnenbrillen zu klauen. Wer fit ist, ist hier klar im Vorteil. Ihr müsst in diesem Tempel nämlich hunderte von Stufen durch die Höhle steigen, um in den grünen Teil mit den Affen zu kommen. Seid respektvoll gegenüber den Tieren und fotografiert sie bitte nicht mit Blitz!

Adresse: Jalan Kuala Kangsar, Kawasan Perindustrian Tasek, 31400 Ipoh

Restaurantempfehlungen Ipoh – vegan und lecker

Sightseeing macht hungrig! In Ipoh kann man günstig und sehr lecker essen, wenn man nur weiß wo! Hier stelle ich euch drei Lokale und Cafés in Ipoh vor.

Sri Ananda Bhavan The Banana Leaf Restaurant

Ich liebe indisches Essen und könnte es wirklich jeden Tag am Tisch haben. Deswegen fiel die Wahl auf eine Küche in Ipoh auch nicht schwer: Indisch it is! Und zwar so richtig bei Sri Anada Bhavan in Little India. Das Lokal ist eine Kette – ihr findet es also in vielen anderen malayischen Städten. Lecker, günstig und mit jede Menge veganer und vegetarischer Auswahl. Ich habe mich schlussendlich für Samosas, Naan und ein Gemüsecurry entschieden. Serviert wird das ganze hier übrigens aus Bananenblätter – deswegen nennt sich das Lokal auch „The Banana Leaf Restaurant“.

Adresse: 7, Persiaran Bandar Timah, 31650 Ipoh

Öffnungzeiten: täglich von 7.00 – 22:30 Uhr

Plan B

Nachmittags meldete sich mein Koffein-Entzug und deswegen ging es dafür ins Plan B in derJalan Panglima. Hier bekommt ihr übrigens auch jede Menge westliche Gerichte – für alle die mal eine Pause vom asiatischen Essen brauchen! Ihr könnt hier auch richtig leckere Smoothies, Kaffeevariationen und Kuchen bestellen – also alles was man auf einer Pause vom Sightseeing braucht. Der Service war nicht der allerschnellste – etwas, an das ich mich in Malaysia noch gewöhnen muss. Dafür gab es Sojamilch für meinen Iced Cappuccino und das war das wichtigste.

Adresse: No. 75 Jalan Panglima, Ipoh

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 – 0:00 Uhr

Hawker Center Medan Selera Dato’ Sagor

Typisch malayisch sind natürlich auch die Hawker Center, in denen ihr jede Menge Essenstände findet und jeder nach Lust und Laune von hier und da bestellen kann. Günstiger als hier wird es nicht! Vegetarier werden es hier allerdings leider schwer haben – weswegen ich mich schließlich doch dagegen entschieden habe hier zu essen.

Adresse: Jalan Dato Sagor, 30000 Ipoh

Öffnungszeiten: täglich von 8:00 – 17:00 Uhr

Fotospots Ipoh – hier kannst du tolle Bilder knipsen

Was wäre eine Reise, wenn man nicht zumindest ein paar Erinnerungsbilder schießt? Damit ihr auf Instagram eure Reise nach Ipoh perfekt in Szene setzen könnt, verrate ich euch drei Fotospots in Ipoh.

Streetart fotografieren in der Mural Art’s Lane

Überall verstreut in Ipoh, aber vor allem in der Mural Art’s Lane werdet ihr die typisch malayische Streetart von Menschen in Alltagsszenen finden. Dazu sind Stühle, Bänke oder andere Möglichkeiten integriert um euch selbst in die Szene einzubauen.

Lazy Lane

Im Gegensatz zur Market Lane oder der Concubine Lane, habt ihr hier ein wenig mehr Ruhe um die Architektur von Ipoh und coole Lichtinstallationen fotografieren zu können. Ipoh ist eine kleine Künstlerstadt und ihr werdet an jeder Ecke ein neues Fotomotiv entdecken!

 

Fliegen und bloggen: als Flugbegleiter oder Pilot auf Social Media posten

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Durch die ganze Welt fliegen und auf Social Media darüber bloggen – eine Kombination die auf Instagram und Co. auf viele Fans stoßt. Schließlich ist der Job von Flugbegleitern und Piloten immer noch etwas ganz besonderes und ziemlich spannend. Jede Woche in einem anderen Land sein, die tollen Hotels, der unbezahlbare Blick aus dem Cockpit und unzählige Fotomotive. Kaum ein anderer Travelblogger hat mehr Möglichkeiten Content für die Follower zu schaffen wie Menschen aus der Airline-Branche!

Wenn du als FlugbegleiterIn oder PilotIn auch mit den Gedanken spielst dir einen Blog zuzulegen und öffentlich auf Social Media über deinen Job zu posten, dann überlege dir vorab folgende Dinge:

„All shots taken during non critical flight phases“ – Safety und Security haben die höchste Priorität

So toll der Ausblick aus dem Cockpit-Fenster ist: die Sicherheit geht immer vor! Nicht umsonst steht bei ganz vielen Influencer und Bloggern aus der Fliegerei in den Captions der Bilder: „All shots taken during non critical flight phases“.

Das gilt auch für die Transit-Zeiten. In dieser Zeit ist es nämlich unsere Aufgabe Cleaning und Catering zu checken und darauf aufzupassen, dass nichts und niemand auf das Flugzeug kommt, das dort nichts zu suchen hat. Nutzt lieber die Pause oder die Zeit vom Bus ins Hotel um eure Instagram-Story zu bearbeiten und eure Follower am Laufenden zu halten.

Firmengeheimnisse und Flugsicherheit haben nichts auf Social Media zu suchen

Neben der Safety und Security sind auch das Ausplaudern von Firmengeheimnissen ein absolutes No-Go. Dazu zählen die Inhalte der Ausbildung, Informationen die die Flugsicherheit gefährden und sämtliche firmeninterne Infos. In unserem Schulungsgebäude gab es im Bereich der Flugzeug-Simulatoren ein Fotografier-Verbot. In Seminaren zur Flugsicherheit wird immer wieder darauf hingewiesen, dass alle Informationen streng vertraulich zu behandeln sind. Man muss sich bewusst machen, dass diese Infos in falsche Hände gelangen können und damit eventuellen Attentäter die nötigen Infos zu Sicherheitslücken liefert.

Kommerzieller Blog – Verrate nicht bei welcher Airline du arbeitest

Bevor ich euch erzählt habe, dass ich nun Flugbegleiterin bin, habe ich vorab bei meiner Airline nachgefragt was ich posten darf und was nicht. Um hier genaue Regeln festzulegen musste sich nicht nur beim nächster Vorgesetzter was überlegen, sondern auch die Rechtsabteilung hinzuziehen. Social Media ist allgegenwärtig und ein toller Weg um das Image einer Marke nahbar zu machen. So toll diese Sache auch ist, kann nicht alles ungefiltert gepostet werden.

Nutzt man seinen Blog nämlich kommerziell, gibt es einiges zu beachten. Konkret geht es darum, dass jede Marke mit der ich kooperiere von nun an nicht nur zu mir passen muss, sondern auch mit den Werten und Image der Airline vereinbar ist. Jede kommende Kooperation müsste mit der Airline gecheckt werden, vergangene Kooperationen mit anderen Airlines müssten vom Blog verschwinden.

Aus diesem Grund habe ich mich mit meiner Airline darauf geeinigt, euch nicht zu verraten für wen ich fliege. Damit ergibt sich kein Interessenskonflikt und ich bin viel freier in meinen Themen und Kooperationen. Deswegen seht ihr von mir auch nie Fotos in Uniform, keine Logos der Airline oder andere Indizien, die verraten könnten für wen ich arbeite.

Fliegen und bloggen: die Best-Practice Beispiele

Ich möchte euch an diese Stelle ein paar Best-Practice Beispiele Kollegen zeigen, die als Influencer, Podcaster, Youtuber und Bloggern  über ihren Job in der Fliegerei berichten:

Saftschubsen und Autopilot – der Podcast von Charly und Mike über ihr Leben als „interkontinentale Grossraumflugzeug-Stewardess“ und Flugschüler.

Be happy and travel – Anni gibt auf ihrem Blog und auf Youtube viele tolle Tipps für angehende Flugbegleiter und hat dazu die Facebook-Gruppe „Become a flight attendant“ zum Austausch gegründet.

Maria the pilot – Maria ist Schwedin, lebt in Spanien und fliegt als Co-Pilotin quer durch Europa. Super inspirierend für alle Frauen die ins Cockpit wollen!

Pilot Patrick – hier berichtet Patrick über sein Leben als Kapitän und ist das perfekte Beispiel dafür wie man seinen Arbeitgeber geheim hält.

Auch ich berichte auf Instagram über meinen Job als Flugbegleiterin, ihr findet mich unter @globeastronaut.

Privater Blog – Überlege gut was du postest

Ein bisschen anders schaut es mit privaten Blogs aus, mit denen kein Geld verdient wird. Nutzt ihr euren Blog oder eure Instagram Seite als eine Art privates Tagebuch für euch, eure Freunde und Familie, dürft ihr bei einigen Airlines auch Fotos in Uniform posten und öffentlich sagen für wen ihr fliegt. Seid euch dabei bewusst: ihr repräsentiert nun die Airline auch auf eurer Social Media Seite! Auch hier würde ich unbedingt vorab bei der Airline nachfragen was geht und was nicht. Ich habe schon von Abmahnungen und sogar Kündigungen gehört, wenn Leute ungefragt anfangen alles ungefiltert aus ihrem Job rauszuposaunen. Und im ungeschicktesten Fall die Airline dann in einem schlechten Licht darstellen.

Wenn ihr euch unsicher seid ob ihr ein bestimmtes Foto posten könnt, dann macht es im Zweifel lieber nicht. Generell muss auch in diesem Fall alles was gepostet wird zu eurem Job als Pilot oder Flugbegleiter passen. Ein Beispiel: ihr postet jedes Wochenende von wilden Parties, Alkohol und Co. und am Montag kommt ein Bild in Uniform online? Das macht kein gutes Bild und wird von Seiten der Firma!

„Ich bin jetzt Flugbegleiterin“ – warte mit diesem Post bis nach deiner Probezeit

Während deiner Probezeit kannst du jederzeit gekündigt werden. Mein Rat: warte erstmal diese Zeit ab,  bevor du öffentlich über deinen Job auf Social Media berichtet. Bestimmt hast du am Ende der Probezeit ein Feedback-Gespräch mit deinem Vorgesetzten. Der perfekte Zeitpunkt um mal Nachzufragen! In meiner Ausbildung gab es sogar einen eigene Vortrag zur Social Media-Nutzung, bei der man ganz viele Fragen stellen konnte.

Fliegen und bloggen: die absoluten No-Gos:

  • Fotos in denen ihr im Bin liegt oder andere akrobatische Übungen mit der Inneneinrichtung des Fliegers macht und damit eure eigene Sicherheit gefährdet oder das Flugzeug beschädigt.
  • Werbung für andere Airlines – besonders dann, wenn ihr öffentlich macht für wen ihr fliegt!
  • Fotos auf denen ihr zu aufreizend in der Uniform aussieht, z.B. im Cockpit sitzend mit ausgestreckten Beinen
  • Sicherheitsverstöße: Ein Bild von euch am Vorfeld vor dem Flugzeug ohne Warnweste
  • Akrobatische Posen in der Turbine, z.B. die Beine in die Luft strecken
  • Bilder oder Videos bei Start und Landung (Ausnahme: viele PilotInnen hängen im Cockpit eine GoPro auf, die automatisch filmt oder fotografiert. In diesem Fall muss aber der Kapitän einverstanden sein.)
  • Sämtliche firmeninternen Informationen oder Informationen die die Flugsicherheit betreffen
  • Und natürlich alles, dass dem Image der Airline schaden könnte

Wien zu Weihnachten – Weihnachtsmärkte und meine liebsten Ecken im Winter

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Weihnachten in Wien – das muss man zumindest einmal im Leben gemacht haben und am besten noch mit allen Ecken und Orte, die ich in diesem Beitrag aufgelistet habe. Hier findet ihr die schönsten Weihnachtsmärkte, verrückte Orte an denen das ganze Jahr über Weihnachtsstimmung herrscht und natürlich Tipps zu den besten Glühweinen der Stadt. Ich liebe Wien im Winter und freu mich das ganze Jahr auf diese Zeit. Und allein der Nachmittag, an dem ich die Fotos für diesen Beitrag geschossen habe, hat mich sofort in Weihnachtsstimmung versetzt. Da sag ich jetzt schon: frohe Weihnachten und viel Spaß beim Lesen!

Altwiener Christkindlmarkt

Der Altwiener Christkindlmarkt an der Freyung zählt zu den schönsten Weihnachtsmärkten Wiens. Klein aber fein, mit ausgewählten Ständen. Hier werdet ihr lang nach kitschigen Weihnachtsschmuck suchen, dafür gibt es Baumbrot, Naturkosmetik, Geschirr und wunderschöne Flechtkörbe. Besonders lecker: der Glöggpunsch gleich am Anfang des Markts! Wenn ihr schon hier seid, dann könnt ihr auch gleich ins Palais Hardegg auf der anderen Straßenseite schauen – einer meiner liebsten Orte in Wien.

Öffnungszeiten: Mo-So: 10-21 Uhr

Adresse: Freyung, 1010 Wien

Weihnachtsmarkt Am Hof

Der Weihnachtsmarkt Am Hof gehört ebenfalls zu meinen Favoriten. Hier bekommt ihr vor allem leckeres Essen und Zirbenpunsch – das erinnert mich immer ein bisschen an mein Zuhause in Kärnten. Gleich ums Eck vom goldenen Quartiert mit Meinl am Graben inmitten vom ersten Bezirk kommt ihr garantiert in Weihnachtsstimmung und könnt vielleicht auch das ein oder andere Geschenk finden. Mein Tipp: schaut mal bei Manufaktum vorbei, das liegt auch gleich daneben und hier findet ihr bestimmt etwas besonderes!

Öffnungszeiten: Mo-Do: 11-22 Uhr, Fr-So: 10-22 Uhr

Adresse: Am Hof, 1010 Wien

Wiener Christmas Salon

Kein Weihnachtsmarkt in dem Sinne, aber trotzdem der perfekte Ort um in Weihnachtsstimmung zu kommen: der Wiener Christmas Salon. Hier ist 365 Tage im Jahr Weihnachten und ich bin so Weihnachtsverrückt, dass ich sogar schon mal im Sommer hier war. Wenn ihr auf der Suche nach wirklich schönen und ausgefallenen Weihnachtsschmuck und Dekoration seid (Stichwort Nussknacker!), dann seid ihr hier genau richtig. Das Team dort ist auch wirklich bemüht und nett und ich komme immer wieder gerne hierher.

Öffnungszeiten: Mo – Sa: 10.00 – 20.00

Adresse: Franziskanerplatz 6, 1010 Wien

Eistraum am Rathausplatz

Zugegeben: ich bin nicht die beste Eisläuferin und Eislaufen am Rathausplatz ist gar nicht so günstig, aber ich mindestens einmal im Jahr bin ich dann doch da. Wenn man seine eigenen Schuhe und einen Rucksack für die Straßenschuhe mitbringt, kann man noch jede Menge Geld sparen. Der Eislaufplatz hat jede Menge Straßen und auch große Eisflächen. Kommt vorbei, wenn es schon dunkel ist, dann sind die Bäume beleuchtet, die Musik wird laut aufgedreht und wenn es zu kalt wird, kann man sich mit Glühwein aufwärmen. Sowas ist in Wien einmalig und so schön, dass es das Geld meiner Meinung auch wert ist.

Öffnungszeiten: 

Der Kleine Eistraum:
15.11.2019 – 06.01.2020, von 10:00 bis 22:00 Uhr
Ausnahmen:
24.12.2019, von 10:00 bis 18:00 Uhr
31.12.2019, kein Betrieb
 
Der Wiener Eistraum:

22.01.2020 von 19:00 bis 22:00 Uhr
23.01. – inkl. 01.03.2020 von 10:00 bis 22:00 Uhr

Adresse: Rathausplatz, 1010 Wien

 

Christkindlmarkt im Unicampus/Alten AKH

Das beste kommt zum Schluss: mein allerliebster Christkindlmarkt ist und bleibt der Weihnachtsmarkt am Unicampus/Altes AKH. Während meiner Studienzeit hatte ich im Dezember oft Prüfungen im Dezember am Unicampus und habe mich dann nach der Prüfung mit einem Baumkuchen oder einem Apfel-Zimt Punsch belohnt. Meine Eltern sind auch in den letzten Jahren immer im Dezember in Wien gewesen und dieser Weihnachtsmarkt war immer ganz oben auf unserer Liste. Hier gibt es auch immer etwas veganes zu Essen, man kann Eisstock-Schießen und der Markt ist bei weitem nicht so touristisch wie mitten in der Stadt. Ich verbinde so viele schöne Erinnerungen mit dem Weihnachtsmarkt im Alten AKH, dass er einfach auf die Liste muss.

Öffnungszeiten:

Mon-Mi: 14:00 – 22:00 Uhr

Do & Fr:  14:00  – 23:00 Uhr

Sa:  11:00 – 23:00 Uhr

So:  11:00 – 21:00 Uhr

Adresse: Campus der Universität Wien – Hof 1, Alserstraße / Spitalgasse, 1090 Wien

Baba Wien – Mein Umzug nach München

Servus Minga und Baba Wien – ich verlasse dich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Seit nun mehr als 7 Jahren lebe ich in der schönsten Stadt der Welt und habe mich dennoch entschlossen, dass mein Leben in München weitergehen wird. Auf Instagram wart ihr super neugierig, was meine Umzugspläne angeht, deswegen habe ich dort das „Moving to MUC Q&A“ gestartet. Hier am Blog beantworte ich nun all eure Fragen.

Q. Warum ziehe ich nach München?

A. Zum einen wegen der Liebe. Ich war gerade mal ein paar Stunden in München, da habe ich schon jemand ganz besonderen kennen gelernt. Und das ganze klappt einfach so gut, dass ich beschlossen habe die Pendlerei aufzugeben, um so viel Zeit wie möglich mit diesem einen Menschen verbringen zu können. Und dann wäre das das Pendeln selbst. Auch wenn wir Flugbegleiter zu einem Bruchteil des Normalpreises von A nach B fliegen können, bin ich meistens mit Flixbus und dem Zug unterwegs gewesen. Das geht nicht nur ins Geld, sondern erfordert jede Menge Planung: Mit welchem Verkehrsmittel bin ich am schnellsten/günstigsten in München? Komme ich mit dem Zug pünktlich nach München zu meinem Dienst? Ist im Flieger noch ein Platz frei? Jedes mal das selbe Spiel. Viele Kollegen pendeln aus der ganzen Welt zu ihrem Dienst – ich habe für mich beschlossen, dass ein Jahr Hin- und Herfahrerei reicht.

Ich werde Wien unglaublich vermissen und ich könnte heulen, wenn ich daran denke, das alles hinter mir zu lassen. Aber zum Glück lebt ein Großteil meiner Freundinnen, meine Schwester und auch ein Teil meiner Familie in Wien und deswegen habe ich hier immer einen Grund zurückzukommen und einen Schlafplatz für diese Besuche. Und langfristig in die nächsten 10 Jahre gedacht? Da steht Wien auf jeden Fall ganz oben auf meiner Liste, denn die Lebensqualität von Wien fehlt mir in München.

Q. Wohnung oder WG?

A. Meine WG-Zeiten sind eindeutig zu Ende. Für meine Schulung als Flugbegleiterin habe ich für knapp drei Monate in einer WG gelebt und danach dieses Kapitel für immer geschlossen. Ich schätze meine Privatsphäre, die Ruhe und mir ist es unglaublich wichtig mich von der Fliegerei gut erholen zu können. Ganz allein werde ich dann aber doch nicht in der Wohnung leben❤️.

Q. Wo wirst du in München wohnen?

A. Ich habe mich gegen eine Wohnung nahe am Flughafen entschieden und ziehe deswegen nach Schwabing. Als Flugbegleiterin hat man doch jede Menge Zeit unter der Woche und da möchte ich nicht irgendwo in Erding oder Freising sitzen. Viel lieber lebe ich mitten in der Stadt, wo ich schnell mit Freundinnen Kaffee trinken gehen kann und auch was los ist. Ich bin zwar am Land aufgewachsen, im Herzen aber dennoch ein Stadtmensch.

Q. Ziehst du mit einer Umzugsfirma um oder regelst du das alleine?

A. Ein Umzug nach Deutschland kostet gar nicht so wenig, deswegen habe ich mich beschlossen das privat zu erledigen. Da meine Schwester in meine Wiener Wohnung zieht, bleibt der Großteil der Möbel in der Wohnung in Wien. Ich habe daher nur ein paar Möbelstücke, die ich mit 2 oder 3 Leuten locker in ein größeres Auto bekomme. Deswegen werde ich einen Sprinter zu mieten und das alles auf einmal nach München zu fahren.

Q. Wie lange hat es gedauert eine Wohnung in München zu finden?

A. Aktiv haben wir circa 2 Monate nach passenden Wohnungen angeschaut, die dritte ist es dann zum Glück geworden. Davor habe ich aber wochenlang Immobilienscout24 und Co. durchsucht, habe jeden davon erzählt und auch auf Instagram eine Suchanzeige veröffentlicht. München ist ein sehr hartes Pflaster und man muss nach jeden Strohhalm greifen. Ich habe beispielsweise auf eine Wohnungsanzeige geantwortet, die nicht mal Bilder beinhaltet hat. Nach einigen Tagen schrieb mir die Vermieterin, dass innerhalb einer halben Stunde mehr als 120 Personen sich bei ihr gemeldet haben. Und das ohne Bilder! Für alle die auch gerade auf Wohnungssuche in München sind: I feel you und haltet durch!

Q. Hast du Tipps für die Wohnungssuche in München?

A. Man muss super schnell sein, Kompromisse eingehen und am besten jeden gleich anrufen. Viele Wohnungen sind ab sofort verfügbar, viel Zeit zum Überlegen und Planen bleibt also nicht. Für eine Wohnung bin ich nur für diese eine Besichtigung mit dem Zug nach München gefahren und gleich danach wieder zurück – zieht man aus dem Ausland nach München, muss man sich also viel Zeit für spontane Besichtigungen einplanen, jemanden kennen oder einfach einen Makler engagieren.

Q. Wann geht es los?

A. Der Umzug ist für Anfang kommenden Jahres geplant, wir schauen aber jetzt schon während des Black Friday Sales nach tollen Angeboten. Ich kann es kaum erwarten, alles einzurichten und mein Pinterest-Board für die neue Wohnung hat schon über 500 Pins mit Ideen und Inspirationsbildern. Ich kann euch jetzt noch keine Bilder aus der neuen Wohnung zeigen, da derzeit noch die Vor-Mieter darin ihre Sachen packen. Sobald wir die Schlüssel haben, zeige ich euch natürlich mein neues Reich. Soviel vorab: Ich darf mich auf eine Dachgeschosswohnung mit zwei Stockwerken in einem Altbau freuen!

Ask a flight attendant: 10 Tipps gegen deine Flugangst

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So bewältigst du deine Flugangst

Die meisten Leute mit Flugangst haben vor einem (oder mehrere) der folgenden Dinge Angst: 1. Die Angst vor Turbulenzen. 2. Der Kontrollverlust in der Situation des Fliegens und 3. die Angst vor einem Absturz. Ich möchte an dieser Stelle mal ganz ehrlich sein: es gibt auch Flugbegleiter mit Flugangst und vor all den drei aufgezählten Punkten hatte auch ich schon Angst! Und wisst ihr was gegen diese Angst hilft? Ganz genau: Wissen und Informationen.

Entspannt bleiben bei Turbulenzen

Turbulenzen sind etwas ganz normales und vor allem auf der Kurzstrecke mein täglicher Begleiter. Es wackelt eigentlich immer irgendwann. Und vor allem dann, wenn das Cockpit im Briefing einen ruhigen Flug ohne Turbulenzen ankündigt. Habt ihr euch schon mal näher mit dem Gewackel beschäftigt? Vielleicht wisst ihr ja schon, dass das Gewackel durch Luftlöcher, Wolken aber vor allem Gewitter rund um den Äquator entsteht. Manchmal dauert es nur ein paar Sekunden, ich hatte aber auf meinem zweiten Flug als Flugbegleiterin schon mal drei Stunden starke Turbulenzen. Auch von und in die USA gibt es häufiger mal Turbulenzen über dem Atlantik. Grund dafür ist der sogenannte „Jetstream“ – das sind dynamische Starkwindströme und damit sowas wie eine Autobahn für Flugzeuge. Hier kann der Wind bis zu 540 km/h sein und damit sind die Turbulenzen unvermeidbar. Das positive an der ganzen Sache: durch den Rückenwind fliegen wir noch schneller und ihr kommt schneller an eurem Ziel an.

Für uns Flugbegleiter bedeuteten Turbulenzen: schnell alles wegräumen und „verknebeln“, damit die schweren Trolleys uns nicht um die Ohren fliegen. Bei Turbulenzen ist nämlich eines ganz wichtig: du musst fest angeschnallt auf deinem Platz sitzen. Auch für die Crew sind Turbulenzen ziemlich unangenehm und unsere Kollegen im Cockpit geben ihr bestes um sie zu vermeiden. Auf besagten zweiten Flug mit den stundenlangen Turbulenzen hat übrigens der Kapitän eines A380, der vor uns geflogen ist es sehr treffend bezeichnet: „Der Flug ist zum Kotzen!“

Die Kontrolle abgeben und dem Cockpit vertrauen

Spätestens seit dem dramatischen Absturz der Germanwings Maschine, haben viele Leute Angst davor die Kontrolle in der Situation dem Cockpit zu übergeben. Ich kann euch nicht erklären warum dieser Pilot das gemacht hat. Aber ich kann euch versichern, dass die Piloten strenge psychologische Tests bestehen müssen um überhaupt ins Cockpit zugelassen zu werden. Und auch wir Flugbegleiter haben bei unserem Bewerbungsgespräch verschiedene Gespräche mit Psychologen und haben immer die Möglichkeit über unsere Probleme zu sprechen. Ihr müsst dabei auch immer bedenken: Der Pilot dort vorne hat genauso eine Familie zu Hause wie du und ich und möchte auch nur sicher ans Ziel kommen. Vielleicht hilft dir dieser Gedankengang ja!

Die Angst vor einem Absturz

Wusstest du, dass Flugzeuge die sichersten Verkehrsmittel sind und damit ein Flug viel weniger gefährlich ist als die tägliche Fahrt mit dem Auto in die Arbeit? Der Vergleich ist jedoch schwierig, weil theoretisch jeder ziemlich einfach einen Führerschein für das Auto bekommt, jedoch nicht jeder gleich hinter dem Steuer eines Flugzeuges sitzt. Was euch aber auch beruhigen wird: 2015 kam es zu einem schweren Flugzugunfall pro 3,1 Millionen Flüge weltweit!

Und übrigens: genau darauf werden wir Flugbegleiter geschult! Mehr als ein Drittel der Ausbildung beschäftigt sich nur mit solchen Ausnahmesituationen und Evakuierungen. Egal ob Land oder Wasser – wir schaffen das und wissen was zu tun ist! Jährlich müssen wir sämtliche Szenarien wieder und wieder durchspielen und die Tests nochmal bestehen um unsere Lizenzen zu behalten.

10 Tipps wie du deine Flugangst überwindest

Tipp 1: Sei vorbereitet und mach dir keinen Stress

Pack deinen Koffer frühzeitig und nicht auf den letzten Drücker. Such dir schon am Vorabend die Route und die nötige S-Bahn zum Flughafen raus, um nicht schon bei der Anreise unnötigen Stress zu haben. Stress verstärkt deine Flugangst und das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Überlege dir auch schon vorab was du für den Flug anziehen wirst. Dabei vergiss die High Heels und besonders schicke Sachen, sondern setz aufs Zwiebelprinzip, lange  und gemütliche Oberteile und Hosen und geschlossene Schuhe. Solltest du eine Panikattacke bekommen und dir dabei heiß oder kalt werden, kannst du so schnell ein Kleidungsstück ausziehen oder anziehen.

Ein weiterer Grund für gemütliche Kleidung und geschlossene, flache Schuhe: Stell dir einfach mal das Worst-Case Szenario vor. Wir müssen notlanden und den Flieger über die Rutschen evakuieren. Mit hohen Schuhen wirst du nicht weit kommen. Lange Kleidung schützt dich außerdem vor Verbrennungen, sollte im Flugzeug ein Feuer ausbrechen.

Tipp 2: Erzähl uns Flugbegleitern von deiner Flugangst

Erzähl uns Flugbegleitern doch einfach von deiner Flugangst. Das kostet im ersten Moment vielleicht Überwindung, aber so können wir besser auf dich und deine Ängste eingehen. Vielleicht können wir dir einen Platz am Gang besorgen, wo du nicht das Gefühl hast eingequetscht zu werden und genügend Luft zum Atmen hast. Auf jeden Fall werden wir immer wieder vorbeikommen um sicherzugehen, dass es dir gut geht. Sollte sich deine Flugangst in eine Panikattacke, Ohnmacht oder anderen medizinischen Notfall verwandeln, ist es immer gut vorab schon Bescheid zu wissen und gleich handeln zu können.

Tipp 3: Flieg niemals ohne etwas im Magen

Sieh zu am Tag des Fluges zu gut gefrühstückt zu haben, denn das flaue Gefühl wird durch einen leeren Magen nur noch schlimmer. Außerdem ganz wichtig: genügend Wasser trinken! Solange deine Wasserflasche bei der Sicherheitskontrolle leer ist, kannst du sie ohne Probleme mitnehmen und musst dir nicht zwingend für 5 Euro ein stilles Wasser am Flughafen kaufen. Endlich im Flugzeug angekommen, bringen wir dir gerne auch einen Kräutertee, der dich ein bisschen runterbringt.

Tipp 4: Kleine Helferlein bei Flugangst

Kleine Beruhigungsmittel wie Baldriantropfen oder auch Ingwertabletten gegen die Übelkeit, die oft mit der Flugangst zusammenspielt helfen in solchen Momenten. Geh einfach vor Abflug in die Apotheke oder noch besser zu deinem Hausarzt und frag dort mal nach! Gleichzeitig solltest du aber auf Alkohol und andere aufputschende Getränke wie Redbull und Co. verzichten, mehr dazu kannst du bei Tipp 7 lesen!

Tipp 5: Ablenkung ist das A und O bei Flugangst

Das beste Mittel gegen Flugangst: Ablenkung! Egal ob das jetzt ein spannendes Buch ist, deine Lieblingsserie oder ein Gespräch mit deinem Sitznachbarn. Hast du ein iPad dabei? Dann lade dir vorab ein paar Filme von Netflix auf dein Gerät und mach dein eigenes Homekino im Flugzeug. Auf langen Flügen gibt es sowieso das Entertainment Programm mit ganz vielen Filmen, Serien, Musik und Spielen. Und wenn du nur mal von München nach Berlin fliegst, kannst du dir in der Zeit zumindest ein oder zwei Folgen deiner Lieblingsserie anschauen, die dir ein wohliges und gutes Gefühl geben.

Tipp 6: Such dir den perfekten Sitzplatz frühzeitig aus

Bei den meisten Airlines kannst du online schon 24 h vor Abflug einchecken und dir auch deinen Sitzplatz aussuchen. Also plan diesen Zeitpunkt vor dem Flug ein um 1. möglichst weit vorne im Flugzeug zu sitzen, da es dort am wenigsten wackelt. Und 2. dir bestenfalls einen Gangplatz sicherst, um schnell Aufstehen zu können und dich zu nicht eingeengt fühlst. Sollte das nicht klappen, kannst du auf jeden Fall deine Sitznachbarn fragen, um auf den Gangplatz zu tauschen.

Tipp 7: Verzichte bei Flugangst auf Alkohol und Koffein

Alkohol zur Beruhigung oder Koffein vor dem Flug putscht dich unnötig auf und verstärkt deine negativen Gefühle und die Flugangst. Je betrunkener und aufgeregter du wirst, desto  irrationaler werden deine Gedanken und die Flugangst verstärkt sich. Wer mit einem Glas Rotwein besser einschläft: go for it! Mehr als das eine Glas sollte es aber nicht sein.

Tipp 8: Stell dich deiner Flugangst

Versuche nicht die Flugangst klein zu reden oder zu ignorieren, denn aufgestaute Gefühle machen das ganze nur noch schlimmer. Stell dich deiner Angst, weihe deinen Sitznachbarn und uns Flugbegleiter ein und sei dir deiner Angst bewusst. Wer weiß: vielleicht ist dein Sitznachbar ein erfahrner Vielflieger, der dich super beruhigen kann? Einsicht ist schon mal ein ganz großer Schritt und darauf kannst du aufbauen! Brich aus deiner „Was wäre wenn,…“-Angstspirale aus und vermeide die Panik vor der Panik.

Tipp 9: Hör den Flugbegleitern bei den Sicherheitshinweisen zu

Auch wenn du unseren kleinen Tanz bei der Sicherheitsvorführung schon bestimmt im Schlaf kannst: hör uns zu und du wirst sehen, dass wir unseren Job sehr ernst nehmen. Wirf nochmal einen Blick in die Sicherheitskarte und merk dir wo die Notausgänge sind, wie man die Schwimmweste anlegt und was zu tun ist, wenn die Sauerstoffmasken über dir aus der Decke fallen. In den Sicherheitshinweisen ist übrigens auch die Schutzhaltung abgebildet, die du unbedingt einnehmen musst, wenn du vom Cockpit oder uns dazu aufgefordert wirst! Das ganze dient nicht nur deiner Sicherheit, sondern wirkt auch positiv gegen deine Flugangst. Denn du fühlst dich für schlimme Situationen vorbereitet und das nimmt dir ein kleines Stückchen Angst.

Tipp 10: Belohne dich selbst nach einem überstandenen Flug

Flug überstanden ohne eine größere Panikattacke? Gratuliere! Das ist super und jetzt musst du dich selbst belohnen, um das Ereignis positiv zu manifestieren! Ganz wie bei einem Hund der nach geschaffter Übung ein Leckerli erhält, darfst du dir jetzt was gönnen. Ganz egal ob das ein besonders leckeres Abendessen ist oder neue Schuhe – such dir etwas, das dich glücklich macht und belohne dich selbst für die Meisterung dieser schwierigen Situation.

Professionelle Hilfe gegen die Flugangst suchen

Flugangstseminare am Flughafen Wien, München und Frankfurt

Du hast all das ausprobiert, aber die Flugangst wurde nicht besser? Dann ist es vielleicht an der Zeit dir professionelle Hilfe zu suchen. Es gibt jede Menge Airlines und andere private Anbieter von sogenannten „Flugangst Seminaren“. Ganz günstig sind die Seminare aber leider nicht. Angefangen bei 220 Euro über Jollydays, über 870 Euro bei Flugangst.de für ein Gruppenseminar bis Einzelseminare mit Preis auf Anfrage ist vieles über schnell gebucht.

Gratis Online Flugangstseminare vom Cockpitbuddy

Du möchtest oder kannst nicht so viel Geld dafür ausgeben? Dann kann ich dir das gratis Online-Flugangst-Seminar vom Cockpit Buddy sehr empfehlen! Dort kann man auch in einer Facebook Gruppe Erfahrungen austauschen oder in den spannenden Podcast von Suk-Jae Kim hören. Er ist Pilot und Flugangstcoach und weiß ganz genau wovon er spricht!

LAYOVER: Ein Tag in Osaka

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Wie viele von euch wissen bin ich als Flugbegleiterin auf der ganzen Welt unterwegs. (Du hast die großen Neuigkeiten verpasst? Dann lies gerne hier mein Lifeupdate!) Ganz oben auf meiner privaten Bucketlist: so viel von Asien wie möglich sehen – unter anderem Asien! Und nach 6 Monaten konnte ich in meinem Dienstplan endlich etwas entdecken, das mich in diese Ecke der Welt bringt: KIX. In der Nicht-Fliegersprache: Kansai, sprich: Osaka, Japan. Das Layover, also die Zeit vor Ort, ist zwar im Moment nur auf 24 h begrenzt, aber dennoch freute ich mich sehr auf die Reise.

Ankunft Osaka und Hallo Jetlag

Für Passagiere ist der 10+ Stunden Flug mit der Zeitverschiebung von 8 Stunden schon anstrengend. Wir Flugbegleitern sind nach der langen Reise aber nochmal kaputter. Nach einer 2-stündigen Fahrt vom Flughafen in die Stadt (Hallo Rushhour!), konnte ich mich dann endlich ausruhen. Der geplante kurze Nap von 2 Stunden wurde ein 5stündiger Tiefschlaf. Schließlich siegte der Hunger und ich machte mich auf den Weg nach draußen.

3 Tipps gegen den Jetlag nach der Ankunft in Asien

1. Ganz viel Wasser trinken – nach dem langen Flug ist euer Körper dehydriert

2. Einen starken Kaffee vorm Einschlafen trinken – so wacht ihr automatisch nach einigen Stunden wieder auf

3. Nach einem Mittagsschlaf rausgehen, was unternehmen und nachts eine halbe Tablette Melatonin um die ganze Nacht durchzuschlafen

Von A nach B – so nutzt man in Osaka die öffentliche Verkehrsmittel und Loop Line

Wie kommt man in Osaka am besten ins Zentrum? In meinem Fall mit der Loop Line. Und um hier ein Ticket ziehen zu können, braucht es ein paar Tricks. Anders als bei Ticketautomaten in Europa, muss man nämlich genau wissen wie viel Yen man braucht um von A nach B zu kommen. Dafür hilft eine große Anzeigetafel, die über den Ticketautomaten angebracht ist. Ein Beispiel: Die Strecke Osaka Castle zum Bahnhof Osaka kostet 160 Yen. Also wählt ihr am Ticketautomaten 160 Yen aus und bezahlt am besten bar (in meinem Fall hat bei 3 von 5 Automaten die Kartenzahlung nicht funktioniert). Das Ticket steckt ihr in den Schlitz der Drehkreuze, passiert den Eingang und nehmt das Ticket wieder mit – ihr braucht es nämlich wieder um die Station eures Endziels wieder verlassen zu können.

Bei der Fahrt in die Stadt musste mir ein Angestellter der Security helfen – bei der Rückfahrt hatte ich das ganze schon raus. Dafür scheiterte es daran das richtige Gleis zu finden. Nach mehrmaligen Nachfragen hatte ich mindestens drei verschiedene Antworten. Ihr müsst nämlich wissen: in Japan sind „Nein“ und „Ich weiß es nicht“ sehr unüblich und für Einheimische auf unangenehm – denn so verlieren sie ihr Gesicht. Lieber wird eine Alternative aufgezeigt oder, wie in meinem Fall, ein leider falscher Weg beschrieben. Fast eine Stunde stand ich im riesigen Bahnhof und versuchte mich zurechtzufinden. Die Müdigkeit und die Menschenmassen haben das ganze nicht besser gemacht.

What to see in Osaka: Umeda Sky Building

24 h vor Ort – das ist tatsächlich eine verdammt kurze Zeit. Und die wollte ich natürlich so gut wie möglich nutzen. Ihr wisst ja: ich liebe es auf Wolkenkratzer zu fahren und die Stadt von oben zu sehen. Deswegen war das Umeda Sky Building ganz oben auf meiner Liste.

Eintritt: 1500 Yen (=12,50 Euro)

Öffnungszeiten: 9:30 – 22:30, 7 Tage die Woche

Ihr wollt auch einen tollen Ausblick haben, aber keine 12,50 Euro dafür zahlen? Kein Problem! Das Ticket müsst ihr nämlich erst bezahlen, wenn ihr im 39. Stock seid. Und auf dem Weg dorthin habt ihr schon eine spektakuläre Aussicht! Der Eintritt gilt dann nur noch für das Observatory Deck unter freien Himmel.

Streets of Osaka – so habe ich mir Japan vorgestellt

Nach dem tollen Sonnenuntergang über die Stadt ging es wieder 39 Stockwerke nach unten und in die Straßen von Osaka. Inzwischen war es dunkel und ich war ganze alleine unterwegs. Ich hatte ein ganz bestimmtes Bild von Japan in meinem Kopf und dabei wurde ich nicht enttäuscht! Rote Laternen, jede Menge Neonschilder, verrückte Werbung und kleine Gassen. Wer denkt, Osaka wäre langweilig, der irrt sich gewaltig.

Must see: 100 Yen Shops in Osaka

An nahezu jeder Ecke werdet ihr einen 7-Eleven finden, die Speisekarten der Restaurants sind fast immer nur auf Japanisch und auf jeden Fall müsst ihr in einen 100 Yen-Shop. Dort findet ihr ALLES für 1-3 Euros. Weihnachtsdekoration, Küchenutensilien, verrückte Mitbringsel und jede Menge Gesichtsmasken und Kosmetik.

Die besten 100 Yen Shops in Osaka:

Daiso Shinsaibashi – 3-10-3 Minamisenba, Chuo-ku, Osaka

Daiso Namba Nansan-dori – 2-2-17,Nambanaka Naniwa-Ku,Osaka

Daiso Umeda OPA store – ABC-Mart Umeda Bldg.1-27,chayamachi,Kita-ku,Osaka

Editors Tipp: Tagesausflug nach Kyoto

Und so ging mein Tag in Osaka zu Ende. Gegen 20.00 Uhr war ich nämlich so erledigt, dass mir langsam schwindelig wurde und ich ganz dringend ins Bett musste. Für alle die mehr Zeit in Osaka haben: ein Tagesausflug nach Kyoto. Dort gibt es nicht nur den berühmten Bambuswald von Arashiyama für tolle Instagram-Bilder zu sehen, sondern auch die Fushimi InariTaisha-Tempel und den Kiyomizudera Tempel sehen. Bei meinem nächsten Umlauf nach Osaka, werde ich auf jeden Fall dorthin fahren.

Für mehr Kyoto-Tipps kann ich euch den Kyoto-Guide meiner liebsten Reisebloggerfreunde Kathi und Romeo von Sommertage nur ans Herz legen.

Um von Osaka nach Kyoto zu kommen, nehmt ihr am besten den Zug, das ist die schnellste Möglichkeit. Für 1420 Yen (=11,70 Euro) könnt ihr mit dem Highspeed Zug Shinkansen, den sogenannten „Bullet Train“ in nur 15 Minuten in Kyoto sein. Wenn ihr Geld sparen wollt, gibt es alternativ auch den Special Rapid Service für 560 Yen (=4,60 Euro), der euch in 29 Minuten nach Kyoto bringt. Der Zug fährt in Osaka Station auf den Gleisen 8, 9 und 10 los!

Tipp: Wenn ihr den Japan Rail Pass (vergleichbar mit einem Interrail Ticket) habt, dann sind die Kosten für beide Züge auch schon gedeckt!